Uns gehen die Tierärzte aus

Der Tierärztemangel bleibt trotz der Erhöhung der Ausbildungsplätze bestehen. Vermehrt arbeiten Ausländer in der Schweiz. Die Nachfrage nach Studienplätzen in der Veterinärmedizin nimmt seit Jahren zu und übersteigt die verfügbaren Plätze.

Der Tierärztemangel bleibt trotz der Erhöhung der Ausbildungsplätze bestehen. Vermehrt arbeiten Ausländer in der Schweiz. Die Nachfrage nach Studienplätzen in der Veterinärmedizin nimmt seit Jahren zu und übersteigt die verfügbaren Plätze.

Weil diese begrenzt werden, ist die Zahl der Absolventen des Studiums jedes Jahr ungefähr gleich. Insbesondere in der Nutztiermedizin macht sich jedoch seit längerem bemerkbar, dass offene Stellen schwierig zu besetzen sind. Auf das neue Studienjahr haben die beiden Vetsuisse-Fakultäten Bern und Zürich die Anzahl der Studienplätze von 150 auf 166 erhöht. 

Damit die Versorgungslage auch in Zukunft gut bleibt, braucht es laut des Gesellschaft Schweizer Tierärzte (GST) genügend junge Veterinärmediziner aus dem Inland.  Junge  Tierärzte arbeiten vermehrt als Angestellte und sind damit im Gegensatz zu selbstständigen Praxisinhabern dem Arbeitsgesetz unterstellt. Das Bedürfnis nach geregelten Arbeitszeiten und Teilzeitstellen steigt, um Beruf, Familie und Freizeit vereinbaren zu können. Das Bildungsangebot muss aus der Sicht der GST diesen veränderten gesellschaftlichen Anforderungen gerecht werden.

Zahlen der Medizinalberufekommission zeigen, dass zunehmend Fachkräfte aus dem Ausland die Lücken in der tiermedizinischen Versorgung schliessen. 2018 wurden 160 ausländische Diplome anerkannt. Diesen stehen 115 eidgenössische Diplome gegenüber. Die Mehrheit der anerkannten ausländischen Diplome stammt von Ausbildungsstätten in Deutschland, Italien, Belgien, Frankreich und Österreich. Die Anzahl ist gegenüber dem Vorjahr stark angestiegen. 

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