
Seit den 1950er Jahren wird die Neuwelt-Schraubenwurmfliege in Nord- und Zentralamerika bekämpft und systematisch ausgerottet. Da eine Wiedereinschleppung über Viehtransporte befürchtet wird, müssen beispielsweise in den USA befallene Tierbestände weiterhin gemeldet werden.
zvg
Am 9. Februar nahm US-Landwirtschaftsministerin Brooke L. Rollins in Edinburg (Texas) eine neue Fliegenverbreitungsanlage in Betrieb. Diese soll die Kapazität für die Freisetzung steriler Fliegen entlang der Grenze zu Mexiko erhöhen.
Im Juni vergangenen Jahres hatte Rollins einen umfassenden Plan vorgelegt, um die Neuwelt-Schraubenwurmfliege auszurotten. Die Sterile-Insekten-Technik ist ein entscheidender Teil der Strategie. Das Freilassen unfruchtbarer Fliegen in direkter Nachbarschaft zu betroffenen Gebieten trägt dazu bei, dass Tiere, die in neue Gebiete reisen, nur auf sterile Partner treffen und sich nicht fortpflanzen können.
Die Technik gilt in Kombination mit Überwachung, Beschränkungen von Tiertransporten sowie der Aufklärung und Öffentlichkeitsarbeit als bewährtes und wirksames Mittel zur Kontrolle und Ausrottung des Schädlings.
Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) produziert sterile Fliegen derzeit in Panama. Aktuell wird an der Modernisierung einer solchen Anlage in Mexiko gearbeitet. Dort soll die Produktion steriler Fliegen im Sommer 2026 anlaufen. Eine weitere Anlage ist in Südtexas geplant. Wenn alle drei Standorte arbeiten, sollen pro Woche 500 Millionen sterile Fliegen verfügbar sein