In der Schweiz werden immer weniger Antibiotika für Tiere verkauft. Wurden im Jahr 2008 noch rund 720'000 kg in Verkehr gebracht, waren es 2014 noch 49'000kg.
Dies entspricht einem Rückgang von 32 Prozent. Die Abnahme basiert laut dem Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) hauptsächlich auf einer Reduktion der Verkäufe von Tierarzneimitteln zur Medizinierung von Tiergruppen über das Futter. Über den effektiven Einsatz der Antibiotika lässt die Verkaufsstatistik keine Aussagen zu, da nicht bekannt ist, bei welchen Tierarten, Krankheiten oder über welchen Zeitraum hinweg die Wirkstoffe verabreicht wurden.
Bei Mastpoulets sinken die Resistenzen gegen verschiedene Antibiotika bei Darmbakterien. Zugenommen haben die Antibiotika-Resistenzen bei Campylobacter-Bakterien. Der Anteil an multiresistenten Bakterien ist insbesondere beim Pouletfleisch aus dem Detailhandel hoch.