Bärenattacken: Ein Toter und vier Verletzte

Bei zwei Bärenattacken in Japan sind am Freitag ein Mensch getötet und vier weitere Menschen verletzt worden. 

sda |

Aus einem Bergdorf in der nördlichen Region Akita sei der Polizei ein Vorfall gemeldet worden, bei dem ein Bär vier Menschen angegriffen habe, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. Damit wurden in diesem Jahr bereits zehn Menschen in Japan durch Bären getötet.

Bei einem weiteren Vorfall in der zentraljapanischen Region Toyama wurde nach Angaben eines Behördenvertreters eine ältere Frau bei einer Bärenattacke verletzt.

Der öffentliche Rundfunksender NHK und andere Lokalmedien berichteten zu dem Angriff in der Region Akita, dass zwei der Verletzten Feldarbeit verrichteten, als sie angegriffen wurden. Die beiden anderen Menschen seien zu Hilfe geeilt und ebenfalls von dem Bären attackiert worden. Berichten zufolge tötete ein Jäger in der Nähe einen Bären. Die Polizei prüfe, ob es sich um denselben Bären handelte.

Wegen der aussergewöhnlich vielen Bärenangriffe hatte die Regierung in Tokio erst am Mittwoch von einem «ernsthaften Problem» gesprochen. Umweltminister Hirotaka Ishihara sagte, die Regierung wolle unter anderem mehr Jäger einstellen und ausbilden. Zudem solle die Bärenpopulation stärker kontrolliert werden.

Seit ein paar Jahren sind in Japan vermehrt wild lebende Bären zu beobachten, mitunter sogar in Wohngebieten. Sie attackieren Touristen, dringen in Geschäfte ein und tauchen in der Nähe von Schulen und Parks auf. Als Gründe gelten unter anderem der Klimawandel sowie der Rückgang der Bevölkerung in ländlichen Gebieten.

In Japan leben zwei Bärenarten: der Asiatische Schwarzbär oder Kragenbär sowie der grössere Braunbär. Jedes Jahr werden tausende Exemplare abgeschossen. Wegen der im Durchschnitt immer älter werdenden Bevölkerung in Japan nimmt jedoch die Zahl der Jäger ab.

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