
Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv und haben ein breites Nahrungsspektrum: Sie ernähren sich hauptsächlich von Laufkäfern, Larven von Nachtschmetterlingen, Ohrwürmern und sonstigen Insekten, Hundert- und Tausendfüsslern sowie Spinnen.
Susanne Künsch
Der Igel gilt in der Schweiz seit 2022 als «potenziell gefährdet», wie Pro Natura am Montag mitteilte. Der Grund: Hecken, Laub- und Asthaufen wurden weggeräumt, Bäche in unterirdische Röhren verlegt und landwirtschaftliche Kulturen werden intensiver bearbeitet. «Damit hat der gemächliche Igel seinen Lebensraum in der Kulturlandschaft grösstenteils verloren», schreibt die Organisation. Zu schaffen machen dem stachligen Argenossen auch Autos, Mähmaschinen und ein übermässiger Ordnungssinn.
Doch der findige Igel hat einen neuen Lebensraum gefunden: In den Gärten und Parks in Dörfern und Städten. Der Igel probiert zwar alles, doch er kann nur tierische Nahrung verwerten. Dem auf Insekten spezialisierten Igel fehle es während des Jahres und vor allem im Winter zudem an Futter, so Pro Natura weiter.
In der Schweiz sind Igel seit rund 20'000 Jahren heimisch. Ihren ursprünglichen Lebensraum in vielfältigen Landwirtschaftsgebieten haben sie seither fast vollständig verloren. In den Gärten und Parks von Dörfern und Städten hat der Igel ein neues Zuhause gefunden. Beim Igelschutz können alle mithelfen, so Pro Natura. Mit dem Projekt «Bonjour Nature» bietet die Naturschutzorganisation ab März 2026 schweizweite Unterstützung für diejenigen an, die ihre Gärten naturnah gestalten wollen.