
In den vergangenen Jahren konnte die Mönchsgrasmücke ihren Bestand weiter ausbauen und hat damit den Buchfinken als häufigsten Brutvogel der Schweiz abgelöst.
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Wer an den häufigsten Brutvogel der Schweiz denkt, vermutet meist Arten wie Haussperling, Amsel oder Taube. Tatsächlich führt jedoch eine eher unscheinbare Vogelart die Liste an, wie die Vogelwarte Sempach mitteilt, nämlich die Mönchsgrasmücke. Rund eine Million Brutpaare würden in der Schweiz leben.
Häufig zu hören, selten zu sehen
Die Mönchsgrasmücke bewohnt vor allem Laubwälder, ist aber auch in Parks und begrünten Quartieren verbreitet. Besonders auffällig ist ihr abwechslungsreicher, flötender Gesang. Der Vogel selbst bleibt hingegen oft verborgen, da er sich meist im Gebüsch oder in Bäumen aufhält.
Auch ihr Name weist auf dieses Verhalten hin: «Grasmücke» stammt vermutlich vom althochdeutschen Begriff «grasmukka» ab und bedeutet sinngemäss «grauer Schlüpfer».
Bestände nehmen weiter zu
In den vergangenen Jahren konnte die Mönchsgrasmücke ihren Bestand weiter ausbauen und hat damit den Buchfinken als häufigsten Brutvogel der Schweiz abgelöst. Gründe dafür sind unter anderem die Ausbreitung der Wälder in höhere Lagen sowie veränderte Zuggewohnheiten. Immer mehr Tiere überwintern inzwischen in Mitteleuropa und verzichten auf den langen Flug in den Süden.
Auch in anderen europäischen Ländern nimmt der Bestand der Mönchsgrasmücke zu. Ihr Gesang dürfte deshalb weiterhin vielerorts zu hören sein.