
Während Sperlinge in der Schweiz meist gut gedeihen, schrumpfen ihre Bestände andernorts dramatisch.
Susanne Jutzeler pixabay
Vor rund 10 ‘000 Jahren begann der Mensch mit dem Ackerbau, und der Haussperling suchte damals die Nähe des Menschen. Die Beziehung war lange Zeit ambivalent: In Europa galt der Vogel als Bettler oder gar Teufel, gegen den man regelrecht Kriege führte. Heute hat sich das Bild gewandelt. «Kaum eine Vogelgruppe ist so eng mit uns Menschen verbunden wie die Sperlinge», schreib die Vogelwarte Sempach in einer Mitteilung.
Haussperlinge brüten inzwischen in Storenkästen, können aber manchen Menschen auch auf die Nerven gehen. Gleichzeitig werden sie gefüttert und taugen sogar als Namensgeber für Kindertagesstätten.
Vielfalt der Sperlinge
Haus- und Feldsperling sind die bekanntesten Vertreter ihrer Familie, doch es gibt viele weitere Arten. In den Alpen trotzt der Schneesperling Schnee und Eis, und im Tessin lebt der Italiensperling. Der Feldsperling inspiriert in Asien seit Jahrhunderten Künstler.
Während Sperlinge in der Schweiz meist gut gedeihen, schrumpfen ihre Bestände andernorts dramatisch. 2017 waren in Paris nur noch 11 Prozent der Haussperlinge von 2003 vorhanden, und in England beträgt die Zahl der Feldsperlinge nur noch 2 Prozent des Bestands von 1965.
Auf Pestizide verzichten
Experten weisen darauf hin, dass auch häufige Arten wie Haus- und Feldsperling Schutz verdienen. Sie raten, Gärten mit einheimischen Sträuchern und Wildstauden zu gestalten und auf Pestizide zu verzichten. Über die Bedürfnisse der Vögel heisst es: «Sperlinge fühlen sich dort wohl, wo wir der Natur Raum geben, wilde Ecken und Unordnung zulassen», heisst es in der Mitteilung.
Auf diese Weise könne jeder dazu beitragen, dass diese kleinen, aufgeweckten Vögel auch künftig Teil unseres Alltags bleiben.
EinTag nur für die Spatzen
Am 20. März ist der Welttag des Spatzen. Er geht auf eine Initiative der indischen Nature Forever Society im Jahr 2010 zurück und wird seither jährlich in verschiedenen Teilen der Welt gefeiert.
Auch häufige Vögel wie die Sperlinge verdienen unsere Aufmerksamkeit, weil sie mancherorts zu kämpfen haben und sie nicht mehr überall so häufig sind, wie es den Anschein haben mag. Die Schweizerische Vogelwarte widmet den Sperlingen das nächste Themenheft, welches im April erscheint.
Nur leider muss ich den Storrenkasten im Wohnzimmer versperren.
Hab ich dort im Sommer am nachmittag bis Abend voll die Sonne.
Da muss ich die Storre runter lassen, sonst heizt sich mein WoZi auf und das Aquarium kocht!
Hatte letzten Sommer 2 Nester... und hab si bis im Herbst gelassen.... wer der Horror mit uber 30°C im WoZi und keine Möglichkeit die Storren runter zu lassen.