
Good4Bees-Gründer Julien Gallina (Mitte) mit seinem Team am Concours Lépine in Paris.
zvg
Die Silbermedaille am Concours Lépine, der vom 30. April bis 11. Mai 2026 in Paris stattfand, ging an ein Schweizer Start-up. Mit seiner selektiven Falle gegen die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) überzeugte Good4Bees nicht nur die Jury, sondern auch das Publikum: «Während der zwölf Messetage verkaufte unser Team vor Ort mehr als 1'200 Fallen», schreibt das Bieler Unternehmen. Seit dem Verkaufsstart im März 2025 habe man bereits über 300'000 Fallen in Europa verkauft.
Weit über die Imkerei hinaus
Die versehentlich nach Europa eingeschleppte Asiatische Hornisse greift Honigbienen und andere heimische Bestäuber an und gefährdet ganze Bienenvölker. Ihre Auswirkungen reichen weit über die Imkerei hinaus. «Betroffen sind auch der Obstbau, der Weinbau sowie sämtliche Kulturen, die auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen sind», schreibt Good4Bees.
Asiatische Hornisse
Die Asiatische Hornisse lasst sich gemäss dem Bienengesundheitsdienst einfach erkennen. Sie ist etwas kleiner als die einheimische Spezies. Sie sind 1,7 cm bis 3,2 cm gross. Ihre Hauptfarbe ist schwarz mit dünnen gelben Streifen auf dem Hinterleib und ihre Bein-Enden sind gelb. «Sie baut im Frühling an einer wettergeschützten Stelle, meist 0.5 – 3 m über dem Boden, ein kleines Primärnest und im Sommer ein Sekundärnest. Letzteres wird wesentlich grösser und befindet sich meist in der Krone von hohen Bäumen», sagt Fabian Trüb, Fachspezialist beim Bienengesundheit.
Die Falle von Good4Bees basiert auf einem klaren Prinzip: Selektivität. «Die Einflugöffnungen der Falle sind auf die Morphologie der Asiatischen Hornisse abgestimmt», erklärt das Unternehmen, das seit seiner Gründung im Jahr 2025 auf acht Mitarbeitende angewachsen ist. Königinnen und Arbeiterinnen könnten so in die Falle gelangen, während die grössere Europäische Hornisse ausgeschlossen bleibe. Zusätzliche Ausflugöffnungen ermöglichten es Bienen und anderen Nicht-Zielarten, die Falle wieder zu verlassen.
Die Vorrichtung ist laut dem Unternehmen das Ergebnis einer mehrere Monate dauernden Entwicklungsphase, die in Zusammenarbeit mit Imkerinnen und Imkern unter realen Bedingungen durchgeführt wurde. Jede Testreihe habe dazu beigetragen, die Falle weiter zu optimieren. «Jede Rückmeldung aus der Praxis und jeder Fangbericht halfen uns, die Falle weiterzuentwickeln», erklärt Good4Bees-Gründer Julien Gallina.
-> Die Falle ist zum Preis von 22.95 Franken unter www.good4bees.com erhältlich.