Gemeinsame Grundsätze der Verbände zur Grossraubtierpolitik

Die Rückkehr der Grossraubtiere in der Schweiz sei ein natürlicher Prozess, finden die Verbände JagdSchweiz, Pro Natura, Schafzuchtverband und WWF Schweiz. Regulations-abschüsse sollen möglich sein, wenn der Bestand nicht gefährdet wird.

sda |

Die Rückkehr der Grossraubtiere in der Schweiz sei ein natürlicher Prozess, finden die Verbände JagdSchweiz, Pro Natura, Schafzuchtverband und WWF Schweiz. Regulations-abschüsse sollen möglich sein, wenn der Bestand nicht gefährdet wird.

Die vier Verbände haben sich auf gemeinsame Grundsätze, Ziele und Handlungsfelder in der Grossraubtierpolitik geeinigt, die sie am Dienstag in Bern den Medien vorstellten. Sie verpflichten sich zu einer lösungsorientierten Zusammenarbeit.

Demnach sollen Einzeltiere, die Schäden an Nutztieren verursachen, weiterhin gemäss den gültigen Konzepten abgeschossen werden können. Zentral sei aber die Weiterentwicklung des Schutzes von Nutztierherden mit geeigneten und zumutbaren Massnahmen.

Die beteiligten Interessengruppen vereinbaren eine konstruktive Zusammenarbeit. Bei Konflikten um die Grossraubtiere, die Nutztierhaltung und die jagdliche Nutzung von Wildtieren sind sie bereit, nach Kompromissen und gemeinsam getragenen Lösungen zu suchen.

Das schaffe unterschiedliche Sichtweisen und Interessen nicht aus der Welt, hiess es. Aber es verlagere die Lösung von Konflikten vom medialen oder gerichtlichen Schlagabtausch an den Sitzungstisch oder die gemeinsame Feldbegehung. In den Augen der beteiligten Verbände wird hiermit ein wichtiger Paradigmenwechsel erreicht.

Die Gespräche zwischen den vier Verbänden wurden vom Bundesamt für Umwelt moderiert und vom Bundesamt für Landwirtschaft und der KORA (Koordinierte Forschungsprojekte zur Erhaltung und zum Management der Grossraubtiere in der Schweiz) begleitet.

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