Hat Bienenschädling die Alpen überquert?

Im Kanton Uri besteht ein Verdachtsfall auf den Bienenschädling Kleiner Beutenkäfer. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) steht derzeit im Kontakt mit dem Veterinäramt der Urkantone.

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Im Kanton Uri besteht ein Verdachtsfall auf den Bienenschädling Kleiner Beutenkäfer. Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) steht derzeit im Kontakt mit dem Veterinäramt der Urkantone.

Derzeit würden die Laboruntersuchungen zum Verdachtsfall laufen, sagte BLV-Sprecher Stefan Kunfermann auf Anfrage des Landwirtschaftlichen Informationsdienst (lid). Sollte die Untersuchung positive Ergebnisse liefern, wird das Bundesamt umgehend darüber informieren. Laut BLV hat das Veterinäramt der Urkantone Sofortmassnahmen im Zusammenhang mit dem Verdachtsfall getroffen. Laut Medienberichten wurde ein Sperrgebiet im Kanton Uri errichtet, aus dem kein Bienen –und Imkermaterial ausgeführt werden darf. 

Bestätigt sich der Fall, so handelt es sich um den ersten nördlich der Alpen. Im September letzten Jahres war der Kleine Beutenkäfer in Kalabrien und später in Sizilien festgestellt worden. 2004 war es in Portugal zu einer Einschleppung gekommen, der Käfer konnte dort jedoch rasch ausgemerzt werden.

Der Kleine Beutenkäfer ist ein für Honigbienen und Hummel gefürchteter Schädling, der bedeutende Schäden an Populationen anrichten kann. Ist ein Bienenstock oder ein Hummelnest einmal befallen, so ist eine Schädlingsbeseitigung nicht mehr möglich. 

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