
Trotz der guten Ernte deckt der Inlandhonig den Schweizer Konsum nicht vollständig.
zvg
Ein Honigbienenvolk produzierte 2025 im Durchschnitt 23,6 Kilogramm Honig. Davon entfielen 7,3 Kilogramm auf den Frühjahrs- und 16,3 Kilogramm auf den Sommerhonig.
Damit liegt der Ertrag laut Apisuisse klar über dem langjährigen Mittel von rund 20 Kilogramm und deutlich über dem schwachen Honigjahr 2024. An der Umfrage des Dachverbands beteiligten sich 817 Imkerinnen und Imker mit insgesamt 9’810 Bienenvölkern.
Regionale Unterschiede bei Frühjahrs- und Sommerhonig
Die Ergebnisse zeigen markante regionale Differenzen. Im Frühling erzielten unter anderem Baselland, Freiburg, Jura, Neuenburg, Thurgau und Zürich Erträge von über 10 Kilogramm pro Volk. Im Sommer lagen vor allem Bern, Graubünden, Luzern, Jura und das Tessin mit mehr als 20 Kilogramm an der Spitze. Apisuisse weist jedoch darauf hin, dass die Resultate nicht in allen Kantonen repräsentativ sind.
Ein wichtiger Faktor für die hohe Sommerernte war vielerorts der Waldhonig. Regional trat im August eine ausserordentliche Waldtracht auf, wodurch einzelne Betriebe über 50 Kilogramm Honig pro Volk ernten konnten. Da Waldhonig stark vom Wetter und von der Entwicklung der Lauspopulationen abhängt, sind die Erträge jedoch sehr schwankungsanfällig.
Wetter als entscheidender Einflussfaktor
Grundsätzlich hängt die Honigmenge stark von den Witterungsbedingungen ab. Wenige warme Wochen während der Blüte von Obstbäumen und Raps entscheiden über den Ertrag. Kälteeinbrüche oder längere Trockenperioden können die Honigproduktion deutlich schmälern.
Trotz der guten Ernte deckt der Inlandhonig den Schweizer Konsum nicht vollständig. Pro Kopf werden rund 1,3 Kilogramm Honig pro Jahr konsumiert, wovon nur etwa ein Drittel aus Schweizer Produktion stammt und meist direkt von den Imkerinnen und Imkern vermarktet wird.