
Rund 75 Prozent der Wildbienen nisten im Boden.
apisuisse
Die Mehrheit der Wildbienen nistet im Boden in selbst gegrabenen Gängen. Die Bedeutung dieser Tiere für die Bestäubung der Kulturen und einen gesunden Boden sind gross. Viele dieser Arten sind jedoch bedroht. «Der Schutz wird erschwert, weil wenig über ihre Nistplatzanforderungen bekannt ist – vor allem, da Nester schwer zu finden sind und effiziente Monitoringmethoden fehlen», schreibt Agroscope.
Eine vielversprechende Lösung sei die automatisierte Erkennung von Bodenhügeln, den so genannten Tumuli, die auf Nester hinweisen. Eine Möglichkeit dazu sind drohnenbasierte Bildaufnahmen in Kombination mit modernen Analyse-Tools . In einer Pilotstudie haben Agroscope-Fachleute die Machbarkeit getestet, Drohnenbilder mit Deep Learning zu analysieren, um Tumuli von Bienen von anderen Bodenstrukturen (z. B. Regenwurmhäufchen) zu unterscheiden.
Auf einer 120 m² grossen Fläche mit einer dichten Population von Feldweg-Schmalbienen (Lasioglossum malachurum) erzielte das Modell eine hohe Genauigkeit. «Die Studie zeigt das Potenzial dieser Methode für ein effizienteres Monitoring von bodennistenden Bienen», schreibt Agroscope.