
So saftig grün wie auf diesem Foto hat es dieses Jahr auf vielen Schweizer Lebens- und Gnadenhöfen nicht ausgesehen.
ProTier
Weil das Gras vielerorts zu wenig wächst, mussten zahlreiche Schweizer Lebens- und Gnadenhöfe ihre Heureserven bereits deutlich früher als üblich anbrechen. Gleichzeitig steigen die Preise für zugekauftes Futter. Das schreibt die Stiftung für Tierschutz und Ethik (ProTier) anlässlich der neu lancierten Kampagne «Geld für Heu».
Die Stiftung will damit Lebens- und Gnadenhöfe beim Kauf von dringend benötigtem Heu finanziell unterstützen und erklärt in der entsprechenden Mitteilung: «Die vergangenen Wochen und Monate haben den Lebens- und Gnadenhöfen in der Schweiz zugesetzt. Die anhaltende Trockenheit führte vielerorts zu deutlich weniger Futterertrag auf den Wiesen.» Deshalb hätten die Höfe ihre Heureserven für den Winter bereits anbrechen müssen.
Besondere Bedürfnisse
Für die privat geführten Lebens- und Gnadenhöfe ist laut der Stiftung ProTier die Situation besonders belastend. Demnach versorgen sie Tiere, die aufgrund ihres Alters, ihrer Vorgeschichte oder besonderer Bedürfnisse nicht mehr anderweitig vermittelt werden können, dauerhaft. Futterkosten fallen deshalb unabhängig von Wetter und Ernteertrag an.
«Heu ist für viele unserer Höfe die wichtigste Grundlage, um ihre Tiere das ganze Jahr über versorgen zu können. Wenn die eigenen Vorräte wegen der Trockenheit früher als geplant aufgebraucht werden, müssen die Höfe zusätzliches Heu zukaufen. Für Betriebe, die ohnehin mit knappen finanziellen Ressourcen arbeiten, ist das eine erhebliche Belastung», lässt sich Aldo Hitz, Geschäftsführer von ProTier, in der Mitteilung zum Spendeaufruf zitieren.
Heu für ein Schaf
Mit «Geld für Heu» will ProTier von September bis Dezember 2026 möglichst viele Schweizer Lebens- und Gnadenhöfe beim Einkauf von Heu unterstützen. Man wolle die Höfe finanziell entlasten, damit ihre begrenzten Mittel weiterhin möglichst direkt den Tieren zugutekommen können.
«25 Franken entsprechen beispielsweise einem Monat Heu für ein Schaf», so erklärt ProTier in ihrer Mitteilung.
Das Geld würde man besser für produzierende Tiere verwenden.Gnadenhöfe sind eh nur Foodwasting