
Ein erwachsener Wolf benötigt täglich etwa 2 bis 3 Kilogramm Fleisch, um seinen Energiebedarf zu decken. Wenn er dazu gezwungen ist, kann er aber durchaus bis zu zwei Wochen lang hungern. Umgekehrt ist es ihm auch möglich, bis zu 11 Kilogramm Fleisch auf einmal zu verschlingen.
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Zwischen 2015 und 2023 blieb sie landesweit fast unverändert, wie eine Studie von Forschenden der Universität Zürich und der Stiftung Kora zeigt, die im Fachjournal «Biological Conservation» erschienen ist. Als «erstaunlich stabil» bezeichnet Kora die Einstellungen zum Wolf in einer Mitteilung vom Donnerstag.
Höhenlage wichtigster Faktor
Die erste Befragung fand mit dem Jahr 2015 zu jenem Zeitpunkt statt, zu dem sich die Wölfe gerade wieder in der Schweiz ausbreiteten. Die zweite folgte 2023. Damals gab es bereits mehr als 30 Wolfsrudel. Der Anteil der Befragten, die klar gegen Wölfe waren, sank laut Kora in dieser Zeit leicht von 37,5 Prozent auf 31,8 Prozent.
Grosse Unterschiede in der Haltung zum Wolf zeigten sich zwischen den Wohnorten. Die Höhenlage war dabei der wichtigste Faktor für die räumlichen Unterschiede in der Akzeptanz. In Berggebieten ist die Akzeptanz deutlich tiefer als im Flachland. Auch in ländlichen Gebieten werden Wölfe weniger akzeptiert als in Städten.
Werte und Traditionen
Faktoren wie die Nähe zu Wolfsvorkommen, die Dauer der Wolfsanwesenheit oder die Nähe zu Nutztierrissen wiesen hingegen nur eine minimale Erklärungskraft für das Akzeptanzniveau auf. Lokale Rissereignisse führten nicht zwangsläufig zu einer geringeren Toleranz.
Die Forschenden erklären dies in der Studie damit, dass die Einstellung zum Wolf weniger durch persönliche Erfahrungen oder konkrete Nutztierrisse bestimmt wird, sondern primär auf tief verwurzelten soziokulturellen Werten, Traditionen der Landnutzung und dem lokalen Gemeinschaftsdiskurs beruht.
Eine weitere solche Befragung will Kora in den Jahren 2027 und 2028 durchführen.