Die SBB verbreitert auf der vierspurigen Bahnstrecke Rupperswil-Aarau zwei bestehende Wildtierkorridore. Wildtiere sollen ihre durch das Bahntrassee künstlich getrennten Lebensräume besser erreichen können. Die Bauarbeiten führen zu Einschränkungen im Bahnverkehr.
Die Hauptphase der Bauarbeiten findet während der Oster- und Pfingstwochenenden statt, wie die SBB am Montag mitteilte. Die Einschubarbeiten der vorproduzierten Elemente werden während einer teilweisen Streckensperre vorgenommen.
Die Arbeiten finden am kommenden Osterwochenende, vom Samstag, 30. März, 12.00 Uhr, bis 2. April, 5.00 Uhr, statt. Auch am Pfingstwochenende wird gearbeitet, und zwar vom Samstag 18. Mai, 12 Uhr, bis 21. Mai, 5.00 Uhr.
In dieser Zeit verspätet sich der Fernverkehr um wenige Minuten. Der Regionalverkehr zwischen Aarau und Rupperswil wird unterbrochen, die SBB setzt Bahnersatzbusse ein.
Wichtig für Wildwechsel
Das Bahnunternehmen will die beiden bestehenden Unterführungen des Wildtierkorridors «Suret» auf 12 beziehungsweise 15 Meter verbreitern. Diese Arbeiten sind Teil eines Gesamtkonzeptes des Kantons Aargau, um den Wildwechsel zu verbessern. Die Kosten für das Projekt «Suret» betragen 7,5 Millionen Franken.
Dieser Wildtierkorridor gehört zu den wichtigsten des Mittellandes. Er stellt die letzte noch nicht überbaute Lücke im Siedlungsband des Aargaus dar. Diese Lücke erlaubt den Wildtieren eine Wanderung zwischen Jura und Mittelland. Der Korridor ist jedoch durch Bahnlinien, Kantonsstrassen, die Autobahn A1 und den Autobahnzubringer T5 mehrfach zerschnitten.