Temperatursturz lässt tausende Fische verenden

Das abrupte Ende des Hochsommers ist zahlreichen Fischen im Inkwilersee an der Kantonsgrenze zwischen Solothurn und Bern zum Verhängnis geworden. Rund 400 Kilo tote Fische mussten entfernt werden. Tausende weitere Fische wurden in die Aare gebracht.

sda |

Das abrupte Ende des Hochsommers ist zahlreichen Fischen im Inkwilersee an der Kantonsgrenze zwischen Solothurn und Bern zum Verhängnis geworden. Rund 400 Kilo tote Fische mussten entfernt werden. Tausende weitere Fische wurden in die Aare gebracht.

Ein Temperatursturz und starke Winde führten zu einer schnellen Durchmischung des Seewassers, wie das Solothurner Amt für Umwelt am Dienstag mitteilte. Die dabei ablaufenden chemischen Reaktionen brauchten den im Wasser gelösten Sauerstoff vollständig auf.

Freiwillige retten tausende von Fischen

Dank grossem Einsatz des örtlichen Fischereivereins konnten tausende Fische mit Netzen abgefischt und in die Aare gebracht werden. Zudem fanden kleine Fische in zwei Seezuflüssen Zuflucht, in die von Hydranten aus Frischwasser gepumpt wurde.

Bereits 1993 war es im Inkwilersee zu einem Massensterben von Fischen gekommen. Und vor zwei Jahren hatte sich das gleiche Wetterphänomen ereignet. Damals verendeten mehr als eine Tonne Fische.

Die maximale Tiefe von 4,5 Metern lässt im Inkwilersee im Sommer gerade noch die Schichtung von Wasser zu. Bei einem plötzlichen Temperatursturz beginnt das Wasser zu zirkulieren.

Langfristige Massnahmen

Noch im Herbst soll bei den Zuläufen des Inkwilersees nährstoffhaltiges Sediment abgesaugt werden. Weiter wird eine Tiefenwasserableitung eingebaut, welche die Ökologie des Gewässers grundsätzlich verbessern soll.

Die Massnahmen wurden von den Kantonen Solothurn und Bern bewilligt. Allerdings könne damit auch in Zukunft ein Fischsterben nicht ausgeschlossen werden, hielt der Kanton Solothurn fest.

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