Tierschutz stellt in Zoos Mängel fest

Bei Besuchen hat der Schweizer Tierschutz in nahezu allen Zoos und Tierparks Nachholbedarf festgestellt. Insbesondere kritisierte er die Haltung von Vögeln ausserhalb von Volieren.

Die Flügel der betroffenen Vögel würden nicht selten chirurgisch verstümmelt, damit sie nicht fortflögen, schrieb der Dachverband Schweizer Tierschutz (STS) in seinem am Mittwoch veröffentlichten neusten Zoobericht. Vögel, die wegfliegen könnten, sollten nur in grossen Flugvolieren gehalten werden, forderte der STS. Andernfalls litten die Tiere unter Langzeitschäden. Die Volieren müssten zudem artgerecht aufgebaut sein, etwa mit Rückzugsorten und Material zur Beschäftigung.

Für den Zoobericht 2021 besuchte der STS 60 Zoos und Tierparks in der Schweiz. Anders als in den Vorjahren umfasste der Bericht auch kleinere Zoos. Der STS hob hervor, dass sich die Tierhaltung auch bei ihnen verbessert habe.

Dem Bericht zufolge sind Mängel aber noch immer weit verbreitet. Neben gestutzten Flügeln bei Vögeln seien bei Reptilien die Klima- und Lichtverhältnisse «oft mangelhaft» gewesen. Weiter kritisierte der Dachverband, dass Besucherinnen und Besucher Tiere oft «unkontrolliert» fütterten.

Als erfreulich bezeichnete der STS, dass viele Zoos die festgestellten Mängel rasch behoben hätten.

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