Es sei das Zusammenspiel von visuellen Eindrücken und der Geräuschkulisse, das bestimme, wie erholsam Naherholungsgebiete empfunden werden, teilte die Eidgenössische Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL) am Donnerstag mit. Zu diesem Ergebnis kamen die WSL-Forschenden mit Untersuchungen in Naherholungsgebieten von zehn Schweizer Gemeinden in der Agglomeration statt, darunter Malters LU, Rümlang ZH und Villar-sur-Glâne FR.
Für die Studie wurden gut 300 Personen direkt vor Ort befragt. Sie gaben Auskunft darüber, wie ihnen die Vegetation gefällt, wie oft sie das Gebiet besuchen und wie sie die Geräuschkulisse empfinden.
Bäume, Wasserelemente und Geländemodellierung erhöhen demnach die wahrgenommene Landschaftsqualität. Ausserdem steigern Geräusche wie Vogelgezwitscher oder Wasserplätschern die Erholsamkeit – selbst wenn sie zu Verkehrslärm hinzukommen und es eigentlich lauter ist.
Laut den Forschenden könnten diese Ergebnisse gezielt genutzt werden. «Ist ein kleiner Park von lauten Strassen umgeben, kann man das wahrscheinlich nicht ändern», wird WSL-Umweltpsychologin Nicole Bauer in der Mitteilung zitiert. «Aber man kann Bäume hineinpflanzen.» Die Grünfläche werde dadurch trotz gleichbleibenden Lärms als erholsamer wahrgenommen.
