Wolf-Schutz soll nicht ganz fallen

Der Schutz des Wolfes soll gelockert werden. Die Umweltkommission des Ständerates (UREK) will aber nicht, dass er ganz aufgehoben wird. Sie hat sich gegen eine Standesinitiative des Kantons Wallis ausgesprochen.

Der Schutz des Wolfes soll gelockert werden. Die Umweltkommission des Ständerates (UREK) will aber nicht, dass er ganz aufgehoben wird. Sie hat sich gegen eine Standesinitiative des Kantons Wallis ausgesprochen.

Der Entscheid fiel mit 7 zu 2 Stimmen bei 2 Enthaltungen, wie die Parlamentsdienste am Dienstag mitteilten. Die Initiative fordert die Kündigung der Berner Konvention und eine Änderung des Jagdgesetzes, damit der Wolf gejagt werden kann. Der Ständerat sprach sich dagegen aus, der Nationalrat dafür. Nun ist erneut der Ständerat am Zug.

Seine Kommission verweist auf die vor kurzem verabschiedete Vorlage des Bundesrates zur Änderung des Jagdgesetzes. Der Bundesrat will zum einen den Spielraum der Berner Konvention nutzen. Zum anderen will er dem Europarat beantragen, den Schutzstatus des Wolfes in der Konvention von «streng geschützt» auf «geschützt» herabzustufen. Damit könnte der Wolf gleich behandelt werden wie etwa der Luchs oder der Steinbock.

Das Parlament habe bei der Beratung der Vorlage die Gelegenheit, die Vorschläge des Bundesrates zu prüfen und nötigenfalls anzupassen, schreibt die UREK. Daher bestehe kein Grund mehr, das Anliegen im Rahmen der Standesinitiative umzusetzen. Eine Minderheit beantragt dem Rat, der Initiative Folge zu geben.

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