
Der Zecke stammt aus der Familie der Spinnentiere, mit der Unterart Milben. Aufgrund ihrer Artenzugehörigkeit ist es naheliegend, dass auch die Zecke acht Beine hat. Sie ist ausgewachsen zwischen 2,5 und 4,5 Millimeter gross. Ihre Farbe ist in der Regel dunkelbraun. Die Blutsauger überleben in freier Wildbahn durchschnittlich 3 bis 6 Jahre.
Erik Karits
Zecken mögen keine Hitze und Trockenheit. Deshalb sind sie im Frühling, im Frühsommer und im Herbst am aktivsten, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) schreibt. Dasselbe gilt für die Larven der Japankäfer, die in trockenen Böden keine guten Bedingungen für ihre Entwicklung antreffen.
Lässt sich nun daraus schliessen, dass die Gefahr der Spinnentiere und Käfer für Mensch und Vegetation wegen der andauernden Hitze- und Trockenheitsperiode abnimmt? Fachstellen geben sich hierzu noch zurückhaltend.
Zecken waren schwer zu finden
Wenn sich die Trockenperioden mehren, könnte sich das durchaus auf das Verhalten der Zecken auswirken, ist auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA aus dem Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Institut (Swiss TPH) zu erfahren. Man habe zwar keine vergleichbare Daten erhoben. «Aber innerhalb eines Masterprojekts erwies sich die Suche nach Zecken als schwierig, was wohl auf die Trockenheit zurückzuführen ist», so Pie Müller, Leiter der Forschungsgruppe Vector Biology am Swiss TPH.
Beim Bundesamt für Gesundheit hat man keine Informationen zur Quantität der Zeckenpopulation – dafür aber über die Entwicklung der Krankheiten, die durch Zeckenbisse übertragen werden können, namentlich die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) oder die Lyme-Borreliose.
Tiefere Infektionszahlen
Aus der Jahresvergleichsgrafik ist herauszulesen, dass die erfassten Infektionszahlen mit FSME im Juni 2026 deutlich unter denjenigen im Vergleichsmonat des vergangenen Jahrs lagen – nämlich bei 1,18 Fällen gegenüber 1,46 Fällen pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner.
Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Borreliose. Hier standen im Juni 2026 23,16 Infektionen pro 100'000 Einwohnerinnen und Einwohner 28,45 Fällen im Jahr zuvor gegenüber. Diese Vergleiche sind allerdings mit Vorsicht zu geniessen, da es besonders bei den relativ niedrigen Fallzahlen von FSME von Jahr zu Jahr zu grossen statistischen Schwankungen kommen kann.
Japankäfer mögen Hitze, ihre Larven nicht
Den für Pflanzen schädlichen Japankäfern macht die Hitze und Trockenheit nichts aus – im Gegenteil, wie Timo Börker vom kantonalen Pflanzenschutzdienst der Basler Stadtgärtnerei auf Anfrage sagte. «Temperaturen von 21 bis 35 Grad sind Idealbedingungen für die Käfer.»

Der Japankäfer (Popillia japonica) ist ein ursprünglich aus Japan stammender Käfer aus der Familie der Blatthornkäfer (Scarabaeidae). Er befällt über 300 verschiedene Pflanzenarten, darunter Obstbäume, Gemüse und Zierpflanzen. Der Japankäfer ist invasiv und stellt eine Bedrohung für die Landwirtschaft und Gartenbau dar.
mirceax
Nicht aber für deren Larven, die bei Trockenheit keine guten Bedingungen für ihre Entwicklung vorfinden würden. «Die Witterung spielt uns bei der Bekämpfung des Japankäfers also entgegen», so Börker. Allerdings liessen sich die Auswirkungen erst in der kommenden Saison wirklich feststellen.