Bei Kontrollen der staatlichen Behörde für Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz in der Ukraine sind im vergangenen Jahr erneut mehrere Tonnen verunreinigter Butter aufgefallen.
Wie die Behörde mitteilte, wurden bei Laborproben insgesamt 91 Fälle von nicht deklarierten Fetten und somit falsch gekennzeichneter und gefälschter Butter festgestellt. Daraufhin seien 19 t Butter beschlagnahmt und 70 Hersteller aus dem Verkehr gezogen worden.
In der Ukraine wurde im September 2021 ein Gesetz verabschiedet, das die Verwendung von Palmöl in Babynahrung, Süsswaren und Milchprodukten verbietet. Laut den geltenden Vorschriften darf die Butter in allen Qualitätsstandards ausschliesslich aus Milchfett bestehen. Um Geld zu sparen, fügen einige Hersteller jedoch eine Mischung aus pflanzlichen Fetten, meistens aus Palmöl, hinzu, wodurch Transfette entstehen.
Im vergangenen Jahr nahmen die ukrainischen Palmölimporte wertmässig gegenüber 2020 um 65,1% auf 288 Mio. USD (266 Mio. Fr.) zu. Die Butterproduktion nahm im gleichen Zeitraum um 19,0% auf 70’600 t ab. Die Zahl der Butterfälscher hat sich laut der Behörde in den vergangenen Jahren nicht wesentlich verändert, was laut Beobachtern auf Unzulänglichkeiten bei der Bestrafung der Panscher durch den Staat hindeutet.
