Landwirt und SVP-Grossrat Ernst Wandfluh (im Bild) organisierte vergangene Woche auf seinem Betrieb in Kandergrund BE ein Podium zur Trinkwasser-Initiative (TWI). Dabei brachte er ein bisher nicht beachtetes Problem vor.
Er gehe mit seinen Kühen auf die Vorweide Schlafegg ob Kandergrund. Dort müsse er das Insektizid Butox einsetzen. Sonst würden die Tiere spätestens auf der Alp im Ueschinental ob Kandersteg so stark unter den Zecken leiden, dass ein Antibiotikaeinsatz nötig werde.
Der anwesende Tierarzt Paul Boss bestätigte, dass Butox ein Insektizid und damit ein Pestizid sei. Wandfluh fuhr fort: «Dann heisst das, dass ich nach einem Ja zur TWI sämtliche Direktzahlungen verlöre, weil ich ein Pestizid einsetze?»
Der Frutiger Nationalrat und TWI-Befürworter Jürg Grossen (GLP, BE) meinte, das sollte nicht sein, da werde man eine Lösung finden. TWI-Gegner Albert Rösti (SVP, BE), in Kandersteg als Bauernsohn aufgewachsen, hingegen sagte: «Der Initiativtext ist klar: Kein Einsatz von Pestiziden.» Für Rösti war das ein weiteres Beispiel dafür, dass die TWI überhaupt nicht durchdacht sei.

Doch weil sie die Landwirtschaft betreffen, wurden sie freudig durchgewunken.
Bauern sind hald Menschen 2. Klasse.
Sklavenhandel
Abfall in Kiesgruben deponieren.
Industrieabfälle in Flüssen entsorgen
Arsen als Insektizid spritzen
usw. usw.
Auch durch diese Verbote wurden Existenzen gefährdet (z.B. Sklavenhändler-Existenzen)
Wir sollten ja auch gescheiter werden und Unsinniges verbieten.
Deshalb JA zur TWI
Das mit der 2. Klasse ist ein typisches Geschwätz von ehemals Verhätschelten.
Ich begreife aber den Bauerneinwand wegen der Preise nicht. Gerade gutverdienende zahlen für gute Qualität gerne mehr, seid doch hier Pioniere statt nur 2xNein aufzuhängen. Ich sage 1 mal ja Syntethische, 1 mal Nein, Trinkwasser
Bei der Syntetischen kann man geteilter Meinung sein, wäre dann schwierig dass man bei den Importnahrungsmittel das Bio durchsetzen kann.