Das amerikanische Landwirtschaftsministerium (USDA) habe Mitte August 2023 bei der Verkündung der Produktionszahlen für Mais und Sojabohnen für keine Überraschung gesorgt, teilt «Agra Europe» in einem Bericht mit. Die vorgelegten Erntezahlen entsprächen der mittleren Erwartung der Marktanalysten. Entsprechend verhalten reagierte die Börse.
Gemäss den für 2023 ersten offiziellen Schätzungen des Washingtoner Agrarressorts wird die diesjährige US-Maisernte deutlich grösser ausfallen als 2022. Die Erntemenge an Sojabohnen sei indes etwas kleiner. Die Schätzung für die Weizenproduktion wurde gegenüber Juli leicht gesenkt.
Für Mais rechnet das USDA mit einem Rekordaufkommen von 383,8 Millionen Tonnen; das wären 35,1 Millionen Tonnen oder ein Zehntel mehr als im Vorjahr eingebracht wurde. In der Juli-Prognose waren die Washingtoner Fachleute allerdings noch von 389 Millionen Tonnen Mais ausgegangen.
Auch die Sojabohnenernte wird schlechter ausfallen als im Juli vorausgesagt. Hier wird mit 114,45 Millionen Tonnen gerechnet, was im Vergleich zu 2022 eine Abnahme um knapp 2 Millionen Tonnen bedeuten würde. Das Spitzenergebnis von 121,5 Millionen Tonnen im Jahr 2021 wird damit klar verfehlt. Die Weizenerzeugung veranschlagt das USDA jetzt auf 47,2 Millionen Tonnen und damit gut 100’000 Tonnen niedriger als im Juli. Das Vorjahresergebnis wird demnach aber noch um 2,3 Millionen Tonnen übertroffen.
