USA: Stabile Rohmilchproduktion

Seit Ende März gibt es in den USA immer neue Fälle von nachgewiesenen Vogelgrippeviren in Milchkühen. Bislang scheint das Infektionsgeschehen aber keine negative Wirkung auf die Rohmilcherzeugung des Landes zu haben. Diese nahm im April zwar saisonal ab, lag aber trotz geringerer Kuhzahl nur knapp unter dem Niveau des Vorjahresmonats.

Die Infektion von Milchkuhherden mit dem Vogelgrippevirus H5N1 hat bisher offensichtlich keine grösseren Folgen für die Milchproduktion in den Vereinigten Staaten gehabt.

Saisonaler Rückgang

Laut dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) hatte es Ende März erste Virusnachweise gegeben, die sich dann im April und Mai häuften. Bei infizierten Kühen wurde von einem Leistungsabfall berichtet, ausserdem darf die Milch erkrankter Tiere nicht in die normale Lebensmittelkette gelangen.

Jüngsten Daten zufolge ist die US-Rohmilchproduktion im April gegenüber dem Vormonat um 2,8% auf 8,68 Mio. Tonnen gesunken. Das ist jedoch weniger auf infizierte Milchkühe, sondern auf den üblichen saisonalen Rückgang in diesem Monat zurückzuführen. Im Vergleich mit April 2023 war das US-Milchaufkommen nur um 0,4% kleiner. Grund hierfür war der um 7’000 Kühe geringere Tierbestand. Die Milchleistung der Kühe lag im Landesmittel mit 929 Kilogramm sogar leicht über dem Vorjahresniveau.

Mehr Milch in Michigan

Auch bei den Bundesstaaten mit den meisten Infektionen von Kuhherden ist keine negative Wirkung der Vogelgrippe zu erkennen. Im Michigan stieg die Rohmilcherzeugung im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 0,5% auf 459’000 Tonnen, und in Idaho blieb sie stabil.

In New Mexiko war zwar ein deutliches Minus von 17,3% zu verzeichnen, doch standen dort auch 16,7% weniger Kühe in der Produktion als zwölf Monate zuvor. In Texas waren die Rohmilcherzeugung um 3,3% und die Milchleistung um 2,5% rückläufig, doch kann das neben den zwölf dort nachgewiesen infizierten Herden im Betrachtungszeitraum auch andere Gründe haben.

Mehr als 11’000 Kilogramm Milch pro Kuh

Von Januar bis April 2024 blieb die US-Rohmilchproduktion mit 34,5 Mio. Tonnen im Vergleich zum ersten Drittel von 2023 nahezu unverändert. Die geringere Zahl an Milchkühen wurde durch eine höhere Leistung je Tier ausgeglichen. Noch vor Veröffentlichung der Produktionszahlen für April ging das USDA in einer Prognose davon aus, dass die US-Milcherzeugung 2024 gegenüber dem Vorjahr um 0,4% auf 103,1 Mio. Tonnen zunehmen wird. Hierbei wurde eine Steigerung der Milchleistung je Kuh um 0,9% auf 11’035 Kilogramm unterstellt, was den Bestandsschwund von 0,4% auf 9,35 Mio. Kühe im Jahresmittel mehr als kompensieren soll.

Für den Produzentenpreise aller Klassen wird ein Niveau von 43,1 Cent/kg (38,84 Rp./kg) erwartet; das wären rund 4% mehr als im Vorjahr. Unterstellt werden hierbei eine moderate Zunahme des heimischen Verbrauchs und stabile Exporte. Sollten die Kunden jedoch wegen Nachweisen von Virenspuren in der Milch, die zwar als ungefährlich eingestuft werden, doch verunsichert werden, könnte das den Markt belasten. Verbrauchsdaten für die jüngsten Monate liegen noch nicht vor

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