
Für den Prix Montagne können erfolgreich umgesetzte Projekte eingereicht werden, die im Schweizer Berggebiet ihre Wirkung entfalten.
zvg
Jurypräsident Dario Cologna und seine sechs Jurykolleginnen und -kollegen haben sechs Projekte nominiert, die in beispielhafter Weise direkt zur Wertschöpfung und wirtschaftlichen Vielfalt im Schweizer Berggebiet beitragen. Die nominierten Projekte stammen aus allen Sprachregionen der Schweiz und aus verschiedenen Branchen.
Unterschiedliche Projekte
Insgesamt wurden 42 Projekte anhand der Kriterien Wirtschaftlichkeit und Modellcharakter geprüft. Geschafft haben es der Biketrail Marbachegg, der handgefertigte Schmuck von Dolceperla Gioielli, das Zeitmessgerät von Freelap, das Gesundheitszentrum Unterengadin in Scuol, die Fernwärmeanlagen der Yann Flück SA sowie das Hotel Stoos Lodge.

Gesucht werden beim Prix Montagne Projekte verschiedenster Trägerschaften wie Unternehmen, Genossenschaften, Kooperationen oder Vereine, die seit mindestens drei Jahren wirtschaftlich erfolgreich sind.
Berghilfe
«Wir hatten spannende und lange Diskussionen in der Jury, und am Ende konnten wir sechs Projekte nominieren, die unterschiedlicher nicht sein könnten», sagt Jurypräsident Dario Cologna. Der Sieger erhält den mit 40'000 Franken dotierten Prix Montagne. Zusätzlich gibt es den Publikumspreis im Wert von 20'000 Franken zu gewinnen. Ab sofort bis am 16. August kann auf prixmontagne.ch für das Lieblingsprojekt abgestimmt werden.
Die Gewinner des Prix Montagne und des Publikumspreises werden am Donnerstag, 3. September, im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung im Eventforum in Bern bekannt gegeben.
Die Nominierten 2026
Biketrail Marbachegg, Marbach/LU Was aus der Not heraus entstanden ist, hat der Marbachegg im Entlebuch zu einer neuen Attraktion verholfen. Biker aus der ganzen Schweiz toben sich auf dem Flowtrail und der Jumpline aus – und sichern so das Überleben des kleinen Skigebiets.
Dolceperla Gioielli, Poschiavo/GR Seit fast 20 Jahren produzieren Michela Paganini und ihr Team mitten in Poschiavo handgefertigten Schmuck in zeitlosem Design. Was zu Hause als Hobby begann, ist zu einem Betrieb mit zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, zwei Filialen und einem Onlineshop herangewachsen.
Freelap, Fleurier/NE Ob auf der Finnenbahn, im Schnee oder im Dreck: Jean-Pierre Baumann und sein Team produzieren mit Freelap präzise Zeitmessgeräte für verschiedenste Sportarten. Die Geräte kommen im Training auf der ganzen Welt zum Einsatz.
Gesundheitszentrum Unterengadin, Scuol/GR Das Gesundheitszentrum vereint alle gesundheitlichen Institutionen der Region Unterengadin unter einem Dach – vom Wellness- und Erholungsbad bis zur Notfallmedizin und Pflegeeinrichtung. Das gewährleistet nicht nur die optimale Versorgung der Patientinnen und Patienten, sondern lohnt sich auch finanziell.
Stoos Lodge, Stoos/SZ Die im Jahr 2022 eröffnete Stoos Lodge ist modernes Hotel und Dorfzentrum zugleich. Das Hotel schafft den Spagat zwischen den Bedürfnissen einer internationalen Kundschaft und jenen der Einheimischen. Dank der engen Zusammenarbeit mit den benachbarten Stoosbahnen gelingt es zudem, das Hotel klimaneutral zu heizen.
Yann Flück SA, Le Noirmont/JU Yann Flück und sein Team machen aus ungenutztem Holz aus den umliegenden Wäldern Holzschnitzel, die sie in eigenen Fernwärmeanlagen verbrennen. Damit sorgen sie dafür, dass in regionalen Betrieben und Hunderten Häusern kein Heizöl mehr verbrannt wird.
Die Kriterien
Für den Prix Montagne können erfolgreich umgesetzte Projekte eingereicht werden, die im Schweizer Berggebiet ihre Wirkung entfalten. Beurteilt werden die Projekte im Wesentlichen danach, ob sie
- seit mindestens drei Jahren wirtschaftlich erfolgreich sind.
- einen Beitrag zur Wertschöpfung und Beschäftigung oder zur wirtschaftlichen Vielfalt in einer Bergregion leisten.
- das Potenzial haben, als Modell von anderen aufgenommen und weiterentwickelt zu werden.