Die Schweizer Bevölkerung hat 2017 etwas über 129'000 Tonnen ausgedienter Elektro- und Elektronik-Geräte zum Recycling zurückgegeben. Obwohl die Konsumenten mehr Geräte brachten, nahm das Gesamtgewicht leicht ab.
Grund ist die Abkehr vom Röhren- hin zum Flachbildschirm bei den TV-Geräten, wie die Stiftung SENS und der Verband der ICT-Anbieter Swico am Dienstag mitteilten. Pro Kopf kamen 15 Kilo Elektroschrott zusammen. Vom Gesamtgewicht entfiel mit 62 Prozent der Löwenanteil auf Haushaltgeräte und Leuchtmittel. 38 Prozent waren Altgeräte aus Informatik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik.
Interessant entwickelte sich den Angaben zufolge die Rückgabe von Solarmodulen. Diese werden seit 2015 zurückgenommen und recycelt. Lag die Menge damals noch bei 70 Tonnen, waren es 2017 bereits 337 Tonnen. Darin zeigt sich, dass die Photovoltaik-Anlagen der ersten Generation sukzessive durch moderne, effizientere Anlagen ersetzt werden.
In der Schweiz zahlen Konsumenten bei Kauf eines Elektrogeräts eine vorgezogene Entsorgungsgebühr. Sie können damit ausgediente Geräte im Geschäft wieder abgeben.