AKW Fessenheim abschalten

Das umstrittene Atomkraftwerk im elsässischen Fessenheim soll nach den Worten von Frankreichs Umweltminister François de Rugy bis spätestens 2022 vom Netz gehen. Das sagte de Rugy am Donnerstag im Sender Franceinfo.

Das umstrittene Atomkraftwerk im elsässischen Fessenheim soll nach den Worten von Frankreichs Umweltminister François de Rugy bis spätestens 2022 vom Netz gehen. Das sagte de Rugy am Donnerstag im Sender Franceinfo.

Grundsätzlich werde am derzeitigen Plan, Fessenheim 2019 herunterzufahren, festgehalten. «Ich kann Ihnen aber kein genaues Datum nennen.»

Nach einem in Frankreich bis anhin immer wieder bestätigten Plan soll Fessenheim erst abgeschaltet werden, wenn der neue Druckwasserreaktor in Flamanville am Ärmelkanal ans Netz geht. Doch hierbei gibt es Verzögerungen.

Nun scheint aber dieser Plan nach Aussage von de Rugy aufgegeben zu werden. «Heute müssen wir in Erwägung ziehen, diese beiden Operationen nicht zum gleichen Zeitpunkt zu unternehmen», sagte der Minister. Denn weder der Elektrokonzern EDF noch Frankreichs Atomaufsichtsbehörde seien in der Lage, ein Datum für die Inbetriebnahme von Flamanville zu nennen.

Das Atomkraftwerk Fessenheim ist das älteste noch laufende in Frankreich. Es gilt Kritikern seit Jahrzehnten als Sicherheitsrisiko. Frankreichs Präsident Macron hatte sich zu seiner Schliessung bekannt.

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