Die Sanierung der mit giftigen Chemikalien belasteten Deponie Bonfol JU kann weitergehen. Das jurassische Arbeits-inspektorat hat nach einer zehnmonatigen Pilotphase den im Auftrag der Basler Chemie handelnden Firmen die Bewilligung erteilt.
Die Sanierungsfirmen mussten ihr Konzept des Abfall-Aushubs ändern, nachdem im Juli 2010 eine Explosion die Arbeiten lahmgelegt hatte. Die Explosion unter dem Dach der luftdicht abgeschirmten Altdeponie war am Ende der Sanierungs-Startphase geschehen. Entzündet hatte sich eine Chlorat-Verbindung, was Abklärungen nötig machte.Nach der Wiederaufnahme im Mai 2011 seien die Ausgrabungen normal verlaufen, teilte der Kanton Jura am Donnerstag mit. Die Sicherheit sei nun gewährleistet, hiess es mit Verweis auf eine Expertise zum überarbeiteten Sanierungskonzept. Völlig auszuschliessen seien weitere Zwischenfälle allerdings nicht.
Insgesamt 114’000 Tonnen Abfälle diverser Art waren in Bonfol unweit der französischen Grenze zwischen 1961 und 1976 verscharrt worden. Die Sanierungsarbeiten hatten im April 2010 begonnen. Laut der verantwortlichen bci-Betriebs-AG sind inzwischen 35’000 Tonnen ausgehoben worden. Die Sanierung solle 2015 abgeschlossen werden.