Am Freitag, den 13., Pflanzen in Ruhe lassen

Morgen, am 8. November, steht Mondsichel unterhalb von  Venus und hilft, den Planeten zu entdecken. Kurz danach erreicht er den erfernsten Punkt.

Susanne Meier Wolfgang Held |

Der November gilt als trüber Monat, oft verdeckt Hochnebel den Blick vom Mittelland aus auf den Mond. Umgekehrt aber kann die trübe Schicht die Wirkung die Wirkung des Erdbegleiters nicht stoppen. Das ist keine neue Entdeckung. Mondkalender haben eine jahrtausendealte Tradition. Demeter-Produzenten ist es freigestellt, ob sie das Konzept anwenden wollen. Viele tun es. Wie die «Schweizerische Bienen-Zeitung» schreibt, könne nicht verleugnet werden, dass der Mond sich auf die Erde selber – Ebbe und Flut, Heben und Senken der Erdoberfläche – und auf Lebenwesen und Pflanzen auswirke. So würden sich Insekten nach dem Mondlicht richten, und Baumstämme würden messbar dünner und dicker.

Dieses Jahr sollte am Freitag, den 13., aber weder gesät noch gesägt werden. Dann erreicht der Mond seinen erdfernsten Punkt. Den kosmischen Einflüssen wird laut dem Demeterverband nachgesagt, dass sie an diesem Extrempunkt des Mondes das gleichmässige Pflanzenwachstum stören, was zu schwächeren Pflanzen oder Missernten führen kann.

Kreisende Planeten

Ab Monatsanfang ist Venus am Morgenhimmel wieder zu sehen. Noch vor einer Woche stand sie genau zwischen Erde und Sonne. Venus wandert schneller als die Erde, so dass sie auf ihrer Bahn die Erde überholt und jetzt am Morgenhimmel emporstürmt. Der helle Planet wechselt jeweils eine Sichtbarkeit am Morgen- und am Abendhimmel.

Jetzt beginnt ihr Lauf am Morgenhimmel und dabei steigt sie ein Grad höher über den Horizont. Das ist für Venus typisch. Eine morgendliche Sichtbarkeit beginnt Venus mit schnellem Aufstieg, während sie sich bei einer abendlichen Sichtbarkeitsperiode langsam über die Landschaft hebt.  Ausserdem steht am 8. November kurz vor Leermond die sehr schmale Mondsichel unterhalb von  Venus und hilft, den Planeten zu entdecken. Wohl kaum zu sehen ist der helle Stern links neben Venus. Es ist Spica, der Hauptstern der Jungfrau. Um diesen Stern – in der Antike als die Ähre der Jungfrau vorgestellt – scheint Venus zu kreisen. Solche eigenartigen Bewegungen der Planeten sind perspektivische Phänomene, wenn ein Planet an der Erde vorbeizieht.

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