Armutsrisiko auf dem Land

Auf das besondere Armutsrisiko für ältere Menschen im ländlichen Raum hat die spanische Landfrauenvereinigung Fademur hingewiesen.

Auf das besondere Armutsrisiko für ältere Menschen im ländlichen Raum hat die spanische Landfrauenvereinigung Fademur hingewiesen.

Landbewohner in einem Alter von mehr als 65 Jahren seien eine der „verwundbarsten“ Gruppen der spanischen Gesellschaft, stellte die Landfrauenverinigunge Fademur in einer Pressemeldung am vergangenen Donnerstag fest. Diese erlebten in den Dörfern „Verlassenheit“.

Unter anderem aufgrund der Abwanderung junger Menschen in die Städte seien auf dem Land nämlich inzwischen 28% der Bevölkerung älter als 65 Jahre, im Vergleich zu 18% in den städtischen Gebieten. Hinzu komme ein Abbau der Infrastruktur, der auf dem Land bereits seit langem andauere.

Mangel an medizinischer Hilfe

Vielerorts gebe es heute einen Mangel in der Versorgung mit Dienstleistungen, auch mit medizinischer Hilfe und Pflege, berichtete Fademur. Schliesslich müssten die älteren Landbewohner mit „Elendsrenten“ auskommen. Ihre Alterseinkünfte seien im Durchschnitt 41% niedriger als die von Stadtbewohnern im Ruhestand.

Die Folge sei ein um 35% höheres Armutsrisiko. Dieses hätten Frauen auf dem Land - wegen der „historischen Unsichtbarkeit ihrer Arbeit“ - weitaus häufiger zu tragen als Männer. Fademur will mit speziellen Projekten die Lebenslagen älterer Menschen im ländlichen Raum verbessern. So bemüht sich die Vereinigung unter anderem um eine Sensibilisierung für das Thema und baut außerdem ein Freiwilligennetzwerk zur Unterstützung dieser Bevölkerungsgruppe auf.  


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