Baby wegen Milchalternativen tot

Weil sie ihrem Kind ohne einen Arzt zu konsultieren nur pflanzliche Milchalternativen gaben, sind die Eltern in Belgien für den Tod des siebenmonatigen Säuglings verantwortlich gemacht worden. Ein Gericht in Dendermonde verurteilte die Eltern am Mittwoch zu sechs Monaten Haft auf Bewährung.

Weil sie ihrem Kind ohne einen Arzt zu konsultieren nur pflanzliche Milchalternativen gaben, sind die Eltern in Belgien für den Tod des siebenmonatigen Säuglings verantwortlich gemacht worden. Ein Gericht in Dendermonde verurteilte die Eltern am Mittwoch zu sechs Monaten Haft auf Bewährung.

Die Eltern seien verantwortlich für den Tod ihres Kindes, da sie bewusst keinen Arzt aufgesucht hätten, entschied das Gericht. Das Paar habe dem Baby «ungeeignete Nahrung» verabreicht, urteilte die Vorsitzende Richterin dem belgischen Sender RTBF zufolge.

Belgischen Medien zufolge gaben die Eltern ihrem Kind Buchweizenmilch, Quinoamilch, Reismilch und Hafermilch. Sie gingen laut Gericht davon aus, dass ihr Baby Laktose und Gluten nicht vertrug, zogen aber nie einen Arzt hinzu.

Der Anwalt der Eltern, die belgischen Medien zufolge einen Naturkostladen betrieben, sagte, seine Mandanten hätten den alarmierenden Zustand des Säuglings nicht bemerkt. Seine Gesundheit habe sich wie ein Jo-Jo verändert; manchmal sei der Junge dünner geworden, dann habe er wieder zugenommen.

Nachdem sich der Junge mehrmals übergeben hatte, brachten die Eltern den Sohn in eine Notaufnahme. Dort konnten die Ärzte nur noch den Tod des dehydrierten und 4,3 Kilogramm schweren Babys feststellen. Der Junge war mangel- und unterernährt, wie Untersuchungen zeigten.

 

 

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