Bei abnehmendem Mond güllen

Die Erdferne am 10. März bremst den Einfluss des Mondes auf die Pflanzen. Die abnehmende Phase wiederum ist günstig fürs Striegeln und Jäten.

Am Dienstag erreicht der Mond seinen erdfernsten Punkt. Dieser Abstand beträgt im Schnitt dann 406’700 Kilometer. Im Mondkalender wird diese Zeit der Erdferne oft als Ruhephase interpretiert, in der der Mond weniger Einfluss auf das Wachstum hat.

In die Wurzeln

Wesentlicher für die nun anstehenden Frühlingsarbeiten ist die Tatsache, dass der Erdtrabant abnehmend ist. Beim abnehmenden Mond ziehen sich Wasser und die Nährstoffe in die unteren Pflanzenteile zurück. Diese Phase kann laut dem österreichischen Magazin «Landwirt» deshalb zum Ausbringen von Gülle auf Acker- und Grünland genutzt werden. Ebenso solle die mechanische Unkrautbekämpfung immer bei abnehmendem Mond erfolgen. Die Firma Multikraft, ebenfalls aus Österreich, erklärt dazu, dass der Boden sowie die Pflanzen Nährstoffe besser aufaufnehmen, ohne dass sie ins Grundwasser gelangen. Auch Wurzelgemüse solle man bei abnehmendem oder absteigendem Mond pflanzen

Die Erdferne am 10. März fällt laut dem Mondkalender des Goetheanums in Dornach SO auf einen Blatttag. Vorher, am Montag, 9. März, gibt es einen Blütentag. Dieser gilt laut den Beobachtungen von Maria Thun, die 2012 verstorben ist, als günstig für die Blumenpflege in Haus. Bei einem Versuch mit Radieschen stellte Maria Thun fest, dass die ausgesäten Pflanzen alle zwei bis drei Tage Unterschiede im Blatt- und Knollenwachstum aufwiesen. Der Mondkalender im «Schweizer Bauer» und auf schweizerbauer.ch bezieht sich auf ihre Beobachtungen.

165 Jahre pro Umlauf

Am Himmel ist derzeit nicht der Mond spektakulär. Vielmehr ist die Begegnung von drei Planeten laut dem Goetheanum etwas besonderes. Das gilt noch mehr, wenn zwei der drei Wandler sehr langsam ziehen. Saturn benötigt fast 30 Jahre für einen Umlauf und Neptun 165 Jahre. Daraus ergibt sich, dass sich diese beiden Planeten alle 36 Jahre begegnen. Dann stehen sie für einige Monate beisammen. Jetzt stellt sich Venus hinzu. Tief am westlichen Horizont sieht man von den dreien aber nur Venus und Saturn.

Interessant: von Saturn sind es dabei die letzten Tage seiner Sichtbarkeit, denn schon wenige Tage nach der Dreierbegegnung verschwindet der ferne Planet im Licht der Sonne. Anders Venus, sie steht am Beginn ihrer Sichtbarkeit am Abendhimmel und stürmt in den kommenden Monaten immer höher am abendlichen Himmel. Erst im Juni hat sie dann ihren höchsten Stand erreicht und ist dann auch in der vollständigen Nacht noch zu sehen. Ebenfalls besonders: die Dreierkonjunktion ereignet sich am Frühlingspunkt, jenem Ort, von dem die Sonne dann am 20. März den Frühling einläutet. 

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