Bei Mondfinsternis Johannisbeersträucher schneiden

Am 3. März gibt es eine Mondfinsternis – allerdings fällt sie auf den Mittag und ist so nicht sichtbar. Früh am Morgen steht der Erdrabant an einem Kontenpunkt. Deshalb werden Arbeiten im Garten an diesem Fruchttag auf später verschoben.

Susanne Meier |

Der nächste Vollmond am 3. März wandert durch den Schatten, den die Erde ins All wirft. Das geschieht nicht bei jedem Vollmond, denn die Bahnebene des Mondes ist um 5 Grad geneigt. Deshalb zieht der Trabant meistens ober- oder unterhalb des Erdschattens hindurch.

Rot oder bräunlich

Jetzt ist es anders, allerdings ist die Mondfinsternis von europäischer Perspektive aus nicht zu beobachten, denn der Vollmond ereignet sich für Europa am Tage. Gut zu sehen ist die Verdunklung von Australien aus und den USA. Kurz nach 12 Uhr zieht der Mond in den Kernschatten der Erde ein und erreicht um 12.33 Uhr seine maximale Verdunklung.

Wer eine Mondfinsternis beobachtet, ist vielleicht überrascht, dass der Mond nicht schwarz wird, sondern vielmehr rot oder bräunlich. Daran ist die irdische Atmosphäre schuld. Sie bricht das Licht der Sonne und verwandelt damit den Mond in einen «Blutmond». Für die Schweiz müssen wir bis 2028 warten, um wieder eine Mondfinsternis sehen zu können. 

Sonne und Mond gleichzeitig

Ebenfalls am 3. März steht der Mond am absteigenden Knotenpunkt. Die Mond hat gegenüber der Sonnenbahn eine leichte Neigung. Die Überschneidungspunkte der beiden Bahnen nennt man Mondknoten. Nun sinkt er von Norden nach Süden unter die Sonnenbahn. Da Sonne und Mond gerade zur gleichen Zeit auf diesen Knotenpunkten stehen, findet eine Mondfinsternis statt.

Doch was bedeutet der Knotenpunkt für die ersten Arbeiten im Garten oder Gewächshaus? Tage, an denen der Mond die Ekliptik kreuzt, gelten als ungünstig für jegliche Gartenarbeit. Da der Knotenpunkt aber schon um 5.51 Uhr durchschritten wird, dürfte das nicht gross ins Gewicht fallen. Ansonsten ist der 3. März laut dem Mondkalender ein Fruchttag. Alle Pflanzen, die im Bereich des Samens fruchten wie Bohnen, aber auch Mais und alle Getreide, werden an Fruchttagen gepflegt. Ebenso Fruchtpflanzen wie Beeren.

Bodeneben wegschneiden

Tatsächlich ist laut den Gartenexperten von «Hauenstein» in Rafz ZH im frühen Frühling die Zeit, Johannisbeer- und Stachelbeersträucher zu schneiden. Dabei ersetzen jeweils ein bis zwei junge Triebe die gleiche Anzahl von  alten Ruten, die dazu bodeneben abgeschnitten werden. Die alten Triebe weisen zahlreiche Seitenäste auf. Die jungen Triebe, die stehen bleiben sollen, sind kräftig, mittellang und nur wenig oder gar nicht mit Seitenästen garniert. Sie werden nicht eingekürzt oder anderweitig geschnitten. 

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