Berset: «Wir können ein Risiko eingehen»

sda |

Laut Gesundheitsminister Alain Berset ist der nächste Öffnungsschritt auch deshalb angezeigt, weil sich der Grossteil der Bevölkerung immer noch vorsichtig verhält. Die zurückliegenden Öffnungsschritte hätten zu keiner Explosion der Corona-Fallzahlen geführt.

«Wir können ein gewisses Risiko in Kauf nehmen», sagte Berset am Mittwoch vor den Medien in Bern. Vor einem Monat habe der Bundesrat noch auf einen solchen Schritt verzichtet. 

Nicht weit von Richtwerten entfernt

Es gelte aber, weiterhin vorsichtig zu sein. «Wir müssen die Schutzkonzepte und Grundregeln weiterhin einhalten», so Berset.

Obwohl derzeit vier von fünf Kriterien für weitere Öffnungen nicht erfüllt sind, könne man einen weiteren Schritt wagen. Dies ist die Einschätzung von Gesundheitsminister Alain Berset. «Wir sind nicht allzu weit von diesen Werten entfernt», sagte er am Mittwoch vor den Medien in Bern.

Guter Fortschritt bei Impfungen

Der Schritt sei auch angezeigt, weil die Kantone bereits vor Monatsfrist die vom Bundesrat zur Diskussion gestellten Massnahmen für einen zweiten grösseren Öffnungsschritt weitgehend gutgeheissen hätten. Es gebe keinen Automatismus, wonach man sich exakt an den definierten Werten orientiere, so Berset.

Ein weiteres Element, das den Bundesrat zum Öffnungsschritt veranlasst habe, sei der gute Fortschritt bei den Impfungen. Es kämen immer mehr Dosen ins Land. Alles Bestellte sei bisher wie vereinbart geliefert worden. Die Hälfte der Risikopatienten sei bereits vollständig geschützt. Allerdings bedeuteten die Öffnungsschritte nun nicht, dass man die Zügel schleifen lassen könne.

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