Bio-Mostäpfel sind Mangelware

In der Schweiz gibt es zu wenige Bio-Mostäpfel. Die Nachfrage nach Apfelsaft in Bio-Qualität ist höher als das Angebot. Die Produktion zu erhöhen ist schwierig.

In der Schweiz gibt es zu wenige Bio-Mostäpfel. Die Nachfrage nach Apfelsaft in Bio-Qualität ist höher als das Angebot. Die Produktion zu erhöhen ist schwierig.

Dieses Jahr dürfte es nach Angaben von Bio Suisse und Schweizer Obstverband (SOV) zu wenige Bio-Mostäpfel geben. Die Nachfrage steigt, doch das Angebot bleibt zu tief, obwohl der Preis pro 100 Kilo Mostäpfel um 7 Franken über demjenigen konventioneller Ware liegt.

Warum steigen dennoch nicht mehr Bauern auf Bio-Mostäpfel um? "Das ist nicht so einfach“, sagt Andreas Häseli vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (Fibl). Biomost ist ein reines Naturprodukt, frei von Rückständen.

Kein mineralischer Dünger

Beim Anbau dürfen keine chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmittel und mineralische Dünger eingesetzt werden. Da ein Teil des Mostobstes von Niederstammanlagen für den Tafelobstbau stammt, müssen Biobauern zusätzlich auf den Einsatz von Hormonen und Herbiziden verzichten, welche im konventionellen Anbau erlaubt sind.

Doch nicht nur der Pflanzenschutz macht die Umstellung auf Biomostobst anspruchsvoll. Wer biologisches Obst herstellen möchte, muss den ganzen Betrieb auf Bio umstellen. Und: Während konventioneller Apfelsaft aus Konzentrat hergestellt werden darf, ist dies bei Bio verboten.

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