Corona-Gerücht: Pouletmäster leiden

Das Gerücht, Hühner seien Überträger des neuartigen Coronavirus, hat den Umsatz der Geflügelzüchter in Indien einbrechen lassen. Die Verkäufe seien seit Januar um fast 80 Prozent zurückgegangen, sagte Gulrez Alam vom indischen Verband der Geflügelzüchter am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

Das Gerücht, Hühner seien Überträger des neuartigen Coronavirus, hat den Umsatz der Geflügelzüchter in Indien einbrechen lassen. Die Verkäufe seien seit Januar um fast 80 Prozent zurückgegangen, sagte Gulrez Alam vom indischen Verband der Geflügelzüchter am Freitag der Nachrichtenagentur AFP.

«Die Leute essen kein Geflügel mehr zuhause. Sie gehen nicht mehr zum Essen aus.» Es gebe keine Nachfrage mehr. In Online-Medien kursieren zahlreiche Gerüchte, Menschen in Indien hätten sich beim Verzehr von Geflügel mit dem Coronavirus angesteckt. Laut Behörden gibt es dagegen keinerlei Hinweis auf Hühner als Träger des Virus. In Indien gibt es aktuell 31 registrierte Infektionsfälle mit dem Coronavirus.

In einem der Gerüchte war behauptet worden, das Virus sei bei Brathähnchen in Mumbai nachgewiesen worden. Zur Unterstützung der Behauptung genutzte Fotos stammten jedoch von früheren Presseberichten über Geflügel, das an anderen Krankheiten litt, wie ein AFP-Faktencheck ergab. Der indische Geflügelzüchterverband beziffert den bisherigen Umsatzverlust auf umgerechnet fast eine Milliarde Franken und fürchtet, die Lage für die Produzenten werde sich noch verschlimmern.

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