
Sobald die Sonne untergeht, erscheinen die ersten Sterne.
Heinz Röthlisberger
Nach Sonnenuntergang erscheinen bald Jupiter im Südwesten und Venus im Westen. Es sind die beiden hellsten Planeten. Wartet man eine viertel Stunde, so zeigen sich die ersten hellen Sterne. In der Nähe von Jupiter sind es die beiden Hauptsterne der Zwillinge, Castor und Pollux, und bei Venus ist es Aldebaran im Stier. Nach weiteren 15 Minuten sind dann die ganzen Sternbilder zu erkennen. Die Zwillinge zeigen eine geschlossene kastenförmige Gestalt hoch am Himmel. Kein anderes Tierkreisbild steht so nahe am Zenit wie die Zwillinge.

Jupiter in der kastenförmigen Gestalt der Zwillinge.
Goetheanum
Jupiter befindet sich noch innerhalb der rechteckigen Gestalt des Bildes. Die langsame Bewegung des Planeten ist meistens nicht zu erkennen. Jetzt ist es anders, weil der Stern Wasat sich in der Nähe befindet. Jetzt, zum Monatsende, zieht der ferne Jupiter an Wasat vorbei. Am 25. April steht er noch rechts von dem Gestirn und am 1. Mai direkt über dem Stern. Jupiter nimmt dann weiter Fahrt auf und wandert im Laufe des Frühlings auf den Krebs zu.
Ein Knoten entsteht
Der Mond spielt am Himmel angesichts der vielen Sterne eine untergeordnete Rolle. Der nächste Vollmaond zeigt sich erst am 1. Mai. Für alle, die seine Kräfte im Feld und im Garten nutzen wollen, bilden wir hier jede Woche den Mondkalender ab. Er basiert auf den Erkenntnissen von Maria Thun, die Versuche mit Radiesli durchgeführt hat.

Der Mondkalender für die nächste Woche - Tag für Tag.
Goetheanum
Eine der Erkenntnisse von ihr und von allen, die den Mond beim Gärtern berücksichtigen: An Knotentagen, also am 26. April, sollte man die Beine hochlegen. An diesen Tagen wird davon abgeraten, zu säen, zu pflanzen oder zu ernten, da die Kräfte des Mondes als gestört oder ungünstig empfunden werden. Die «Knoten» entstehen, weil die Mond hat gegenüber der Sonnenbahn eine leichte Neigung hat und sich die beiden Bahnen regelmässig kreuzen.
Doch diese «Ruhepause» für die Pflanzen ist nicht weiter schlimm. Erstens fällt der Mondknoten auf den Sonntagnachmittag, und zweitens bleibt bis zum nächsten Knoten am 11. Mai noch genug Zeit. Denn Knotentage gibt es nur zwei pro Monat.
Auch an den Zeitpunkten der «Erdnähe» oder der «Erdferne», an denen Mond am nächsten oder am entferntesten der Erde steht, sind ungünstig für Gartenarbeiten. Sie treten pro Mondumlauf um die Erde je einmal auf.