Die Deponie Rothacker in Walterswil SO ist nach einer Betriebszeit von 45 Jahren und 800'000 Tonnen Einlagerungen stillgelegt worden. Für die Überwachung in den nächsten 50 Jahren stehen dem Kanton Solothurn 3,8 Millionen Franken zur Verfügung.
Von 1973 bis im Sommer 2019 wurde im ehemaligen Steinbruch Strahm in Walterswil eine bewilligte Deponie betrieben. 1977 übernahm die Deponie Rothacker AG die Deponie und betrieb diese bis zu den letzten Ablagerungen. In dieser Deponie Typ E, früher als Reaktordeponie bezeichnet, wurden dafür vorgesehene Industrieabfälle, Bauschutt, Aushub und Schlacke aus der Kehrichtverbrennung, sogenannte KVA-Schlacke, abgelagert. Seit 1998 gelangte mehrheitlich nur noch solche Schlacke in die Deponie.
Nach den letzten Anlieferungen wurde die Deponie mit einer bis zu anderthalb Meter mächtigen Überdeckung abgeschlossen, wie die Solothurner Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte. Das Gebiet werde nun wieder aufgeforstet.
Solche Deponien müssen gemäss der schweizerischen Umweltschutz- und Abfallgesetzgebung während mindestens 50 Jahren überwacht werden. Dazu gehört auch, dass das Sickerwasser einer Abwasserreinigungsanlage zugeführt wird und die notwendigen Anlageteile wie Entwässerungsleitungen sowie Messstationen gewartet werden.
Dem Kanton stehen rund 3’860’000 Franken aus dem Deponienachsorgefonds zur Verfügung, um die gesetzlich vorgeschriebene Nachsorge während mindestens 50 Jahren zu vollziehen. Zur Vereinfachung der anstehenden Aufgaben wurde das Grundstück der Deponie gemäss Staatskanzlei «zu einem symbolischen Kaufpreis an den Kanton übertragen».