
Am 6. September steht die Mondsichel ob den Zwillingen.
Monika Gerlach
Seit dem 5. September geht der Mond nidsi. Und ab morgen, den 6. September, entfernt er sich wieder von der Erde. Nur rund 356’400 bis 363’300 Kilometer ist er derzeit noch von uns entfernt. Diese Erdnähe gilt als ungünstig für Gartenarbeiten. Der Mond wirkt laut dem Demeterverband dann nämlich verstärkend auf das Pilzwachstum. Und dieses ist im Herbst etwa bei Obst sowieso ein Problem, da da die feuchtkühle Witterung den Erregern ideale Bedingungen bietet.
Fallobst und Mostobst, das nicht mehr aufgelesen wird, sollte deshalb nicht im Baumstreifen liegen bleiben. Wird es gemulcht oder aus der Anlage entfernt, kann der Befallsdruck von Monilia, Krebs, Rindenbrand und anderen Pilzkrankheiten verringert werden.

Seit heute geht der Mond nidsi.
Goetheanum
Der nidsigehene Mond wiederum bewirkt bei den Pflanzen eine Vitalität zur Wurzel hin. Geeignete Arbeiten sind jetzt Bodenbearbeitung, Düngen, Pflanzungen, Schnitt von Bäumen und Stauden.
Rötlich und bläulich
Wer sich weniger für Mond und Garten und mehr für die Planeten interessiert, sieht am Morgenhimmel deren drei: im Osten steht Jupiter, der sich gerade aus dem Sonnenglanz befreit, und im Westen neigt sich Saturn zum Horizont. Hoch am Himmel findet sich als dritten Wandler Mars. Der Rote Planet zieht im September durch das Tierkreisbild Zwillinge. Die kastenförmige Gestalt des Bildes bekommt durch die Anwesenheit des dynamischen Planeten einen besonderen Akzent.

Mars steht in den Zwillingen, die Mondsichel leicht über ihr.
Goetheanum
Am 6. September stellt sich ausserdem die Mondsichel dazu. So ergibt sich aus den beiden Hauptsternen des Bildes, Castor und Pollux, mit Mars und Mond ein interessantes Viereck am Nachthimmel. Mit scharfem Auge erkennt man übrigens den Farbunterschied der beiden Hauptsterne der Zwillinge. Der näher am Horiznt stehende Pollux ist rötlich, während Castor in bläulichen Licht scheint. Die Farbe sagt etwas über die Temperatur und auch Grösse der Sterne aus. So ist Castor, der übrigens aus drei Sternenpaaren besteht, deutlich heisser als Pollux.