Der Schweizerische Erdbebendienst (SED) hat am Samstagnachmittag nördlich von Albstadt in Baden-Württemberg ein Erdbeben mit der Stärke 4,2 registriert. Es war auch in der Schweiz zu spüren.
Durch das um 13.47 Uhr gemessene Erdbeben seien kleinere Schäden möglich, teilte der SED über den Kurznachrichtendienst Twitter mit. Das Epizentrum lag in zirka 8 km Tiefe.
Allein in den ersten 30 Minuten nach dem Beben erhielt der SED den Angaben zufolge mehr als 330 Meldungen von Personen in der Schweiz, die es verspürt hatten. Ein grosser Teil davon stammte aus der Nordwestschweiz. Auch in der Region Luzern in rund 150 Kilometern Entfernung sei das Erdbeben jedoch noch zu spüren gewesen.
Laut erdbebennews.de befand sich das Epizentrum unter der Kleinstadt Hechingen. Die ca. 19000 Einwohner zählende Gemeinde liegt zentral im Bundesland Baden-Württemberg, 60 km südlich der Landeshauptstadt Stuttgart und 90 km nördlich vom Bodensee. Hechingen liegt auf 453 bis 854 Meter ü. M.
Das Gebiet der Schwäbischen Alb sei eine bekannte seismische Zone, so der SED. 1978 wurden bei einem Erdbeben der Magnitude 5,7 in der Region 25 Personen verletzt und ungefähr 8500 Gebäude beschädigt.
Schäden in der Schweiz wegen des Bebens vom Samstag sind gemäss SED nicht zu erwarten. Bei einer Stärke von 4,2 könnten diese lediglich in der Nähe des Epizentrums auftreten – an empfindlichen Gebäuden, die auf lockerem Boden stünden.
