DK: Bschiss beim Fisch

Dorsch ist oft kein Dorsch: Wie die Meeresschutz-Organisation Oceana am Freitag mitteilte, ergaben DNA-Analysen in Fischgeschäften, Supermärkten und Restaurants in der Region Kopenhagen, dass es sich bei 18 Prozent der verkauften Dorsche in Wirklichkeit um Schellfisch oder Köhler handelte.

Dorsch ist oft kein Dorsch: Wie die Meeresschutz-Organisation Oceana am Freitag mitteilte, ergaben DNA-Analysen in Fischgeschäften, Supermärkten und Restaurants in der Region Kopenhagen, dass es sich bei 18 Prozent der verkauften Dorsche in Wirklichkeit um Schellfisch oder Köhler handelte.

Die Kunden hätten demnach nicht den auch als Kabeljau bekannten Dorsch bekommen, sondern eine andere Art, die im Handel deutlich weniger koste. Obwohl Schellfisch und Köhler mit dem Dorsch verwandt seien, sei es illegal, diese Arten als Dorsch zu vermarkten, erklärte Oceana.

Beide Fische seien üblicherweise billiger als Dorsch, so dass Konsumenten letztlich zu viel Geld bezahlten. «Betrug im Fischereihandel ist leider in ganz Europa gängige Praxis», erklärte Oceana. Schuld seien Schwächen in den Systemen für die Rückverfolgbarkeit der Fänge und die geringe Kontrolldichte der Behörden.

Insgesamt wurden für die Untersuchung in Kopenhagen laut Oceana 120 Proben genommen. Die Organisation nahm die Untersuchung zusammen mit der dänischen Zeitung «Sondagsavisen» und der TV-Sendung «Go'Aften Danmark» vor.

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