Einwohner nach Arbeit auf Cannabisplantage im Spital

Ein ganzes Dorf im Süden Albaniens hat nach der Arbeit auf örtlichen Cannabisplantagen medizinische Hilfe wegen akuter Rauscherscheinungen gesucht. Mindestens 700 Menschen, die meisten von ihnen Frauen, litten an «schweren Störungen durch eine Cannabisvergiftung».

sda/afp |

Ein ganzes Dorf im Süden Albaniens hat nach der Arbeit auf örtlichen Cannabisplantagen medizinische Hilfe wegen akuter Rauscherscheinungen gesucht. Mindestens 700 Menschen, die meisten von ihnen Frauen, litten an «schweren Störungen durch eine Cannabisvergiftung».

Ihre Beschwerden kämen offensichtlich von der Arbeit beim Pflanzen, Ernten, Pressen und Verpacken des Cannabis, sagte der Arzt Hysni Luka vom Spital der nahegelegenen Stadt Gjirokaster. Demnach litten die Patienten alle an Erbrechen, Bauchschmerzen, Herzproblemen und hohem Blutdruck. 

Nach Angaben des Arztes waren auch zahlreiche Jugendliche und sogar Kinder unter den Betroffenen. Laut den Behörden sind rund 40 Prozent der Arbeiter auf den Plantagen von Lazaret minderjährig. Das streng bewachte Dorf rund 240 Kilometer südlich von der Hauptstadt Tirana gilt als grösster Haschischproduzent des Landes. Laut den Behörden werden in dem Ort nahe der Grenze zu Griechenland jährlich rund 900 Tonnen der Droge im Wert von etwa 4,5 Mrd. Euro produziert. 

Im August nahm die Polizei 50 Saisonarbeiter auf den  Cannabisfeldern fest. Dabei wurden zwei Menschen bei Schusswechseln  mit bewaffneten Wachen verletzt

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