Erdferne nutzen und Mumien entsorgen

Jede Woche schreiben wir auf schweizerbauer.ch zum Mondkalender und zur Konstellation der Planeten. Der Mond erreicht seine grösste Distanz zur Erde – schlecht für Pilze wie Apfelschorf und Monilia, die im Garten überwintern. Venus beginnt ihren Aufstieg.

Die Entfernung zwischen Erde und Mond schwankt. Am Dienstag erreich er seinen fernsten Punkt der Umlaufbahn. Die durchschnittliche Entfernung vom Mittelpunkt der Erde zum Mittelpunkt des Mondes liegt bei rund 382’900 km. Nächste Woche ist er 404’576 km entfernt.

Fokus auf Schimmel

Der Mondkalender rät beim Mond in Erdferne von Aussaat oder Ernte ab. Saatgutkeimung respektive Lagerfähigkeit von Gemüse, Getreide und Obst könnten beeinträchtigt sein. Higegen wirkt der Mond in Erdnähe laut Demeter Schweiz verstärkend auf das Pilzwachstum. Wenn man dieses hemmen will, werden entsprechende Massnahmen unterstützt in Zeiten grösserer Entfernung des Mondes von der Erde.

Das kann man nützen, denn viele Pilze wie der Apfelschorf und Monilia respektive Pilzsporen des Echten Mehltaus überwintern auf befallenen Pflanzenteilen. Mit einem zeitigen Gehölzschnitt im Spätwinter kann ein Grossteil der mit Schadpilzen  infizierten Triebe entfernt werden. Wichtig: beim Rückschnitt auf verdorrte und verschimmelte Früchte, die noch an den Zweigen haften, achten. Diese sogenannten Fruchtmumien sind typische Infektionsherde und sollten im Hausmüll entsorgt werden.

Venus reklektiert das Sonnenlicht

Anfang Januar lief Venus hinter der Sonne entlang und jetzt hat sie sich so weit von deren Glanz befreit, dass man den hellen Planeten am Abendhimmel wieder sehen kann. Tag für Tag hebt sich der Abendstern höher und erreicht dann am Sommeranfang seinen höchsten Stand. So spiegelt dieses Jahr Venus den Aufstieg der Sonne. So wie das Zentralgestirn täglich höhere Bögen zieht, so erscheint am Abend Venus höher und höher über der Landschaft und bestimmt mit ihrem enormen Glanz den Abendhimmel.

Die Helligkeit von Venus liegt sowohl an ihrer Nähe zur Erde wie auch an ihrem starken Rückstrahlvermögen. Während der Mond nur 7 Prozent des Sonnenlichtes reflektiert, sind es bei Venus fast 70 Prozent. Wäre Venus an der Stelle des Mondes, es wäre an einer Vollmondnacht taghell. Wenn Venus im Juni ihren höchsten Stand erreicht, dann steht sie übrigens mit Jupiter in Konjunktion. Das wird vermutlich die schönste Konstellation das Jahres…

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