Trotz klarer und positiver Evidenz, dass die Impfungen bei den Risikopersonen zu wirken beginnen, hat Taskforce-Präsident Martin Ackermann am Mittwoch aus epidemiologischer Sicht vor schnellen weiteren Öffnungsschritten gewarnt.
«Es wird noch dauern, bis wir über dem Berg sind», sagte er. Es gebe noch viele Personen aus der Zielgruppe 1, die nicht geimpft seien, so Ackermann vor den Bundeshausmedien. Diese Zahl müsse zuerst markant gesteigert werden.
«Solange müssen wir noch Sorge tragen zu unserem Gesundheitssystem.» Die derzeit rückläufigen Hospitalisationen und Todesfälle bei geimpften Personen werde eine künftige Überlastung der Spitäler noch nicht verhindern können.
Das Impftempo sei für die Rücknahme der Massnahmen zentral. Eine höhere Impfgeschwindigkeit führe zu schnellerer Entspannung der Lage im Sommer. In Israel habe sich gezeigt, dass sich ein Rückgang der Fälle erst einstelle, wenn mindestens 50 Prozent der jeweiligen Alterskategorie geimpft seien.
Wenn die Schweiz jetzt so vorsichtig wie im Moment weiterfahre, könnte es laut Ackermann gelingen, den Neuanstieg der Fallzahlen deutlich abzumildern. Hoffnungsvoll stimme die Entspannung in den Spitälern und die Impfkampagne.
