In neun Schächten einer ehemaligen Kehrichtdeponie in Châtel-Saint-Denis FR sind hohe Methankonzentrationen nachgewiesen worden. Laut Kanton besteht Explosionsgefahr. Eine Sicherheitszone wurde eingerichtet, wie der Staatsrat am Dienstag mitteilte.
Die Methanbildung ist eine Folge der Vergärung des Hausmülls und ein normaler Vorgang auf Deponien. Das Deponiegas wird gefasst und zur Energieerzeugung benutzt. Warum im vorliegenden Fall das System für die Ausspeisung des Gases ausfiel, ist nicht bekannt. Sobald dies klar ist, wollen die Behörden die nötigen Massnahmen treffen.
Die Deponie von En Craux wurde von 1975 bis 2003 durch die Sorval SA betrieben. Aufgrund einer Vereinbarung von 1998 ging der Kanton davon aus, dass sich die Sorval noch 50 Jahre lang um die ordentliche nachbetriebliche Bewirtschaftung kümmern würde.
Doch dann wurde der Konkurs über der Firma eröffnet. Darauf trat der Staat an die Stelle des Unternehmens, um die Bewirtschaftung sicherzustellen.