Weil die beiden offiziellen Standplätze für Fahrende in der Waadt voll besetzt sind, hat die Polizei am Freitag eine Gruppe Roma mit 20 Wohnwagen in Richtung Semsales im Kanton Freiburg eskortiert.
Dort trafen sie auf die andere Hälfte ihrer Gruppe, die bereits am Donnerstag dislozieren musste, wie die Polizei mitteilte.
Nach einer harten Diskussion hätten die Fahrenden aus Frankreich am Freitagmorgen um 8 Uhr das illegal besetzte Grundstück in Chavannes-près-Renens VD verlassen. Die Wohnwagenkolonne sei von rund 30 Polizisten begleitet worden.
Während des Einsatzes seien alle Autobahnausfahrten gesperrt gewesen, sagte Polizeisprecher Pierre-Olivier Gaudard. Die Freiburger Kantonspolizei übernahm anschliessend die Aufgabe, um sicherzustellen, dass sich die Fahrenden in Semsales installieren.
Die andere Hälfte der rund 40 Wohnwagen, die sich ohne Erlaubnis beim Schwimmbad in Chavannes-près-Renens installiert hatten, war bereits am Donnerstagabend von der Waadtländer Polizei dazu bewegt worden, Richtung Semsales im Kanton Freiburg weiterzuziehen.
Schon am Mittwoch waren die fahrenden Roma aus Frankreich, die seit Samstag im waadtländischen Penthaz campierten, gebeten worden, das illegal besetzte Grundstück zu verlassen. Gegen dreissig Polizisten hatten die rund vierzig Wohnwagen zu einem offiziellen Standplatz in Rennaz VD begleitet. Die beiden offiziellen Standplätze im Kanton Waadt - Rennaz und Payerne - sind zurzeit voll belegt.