Die Eidgenössische Finanzkontrolle empfiehlt, die Familienzulagen in der Landwirtschaft ins normale System zu integrieren. Der Bauernverband sieht keinen Handlungsbedarf
Die Eidgenössische Finanzkontrolle (EFK) empfiehlt, eine harmonisierte Finanzierungs- und Beitragspraxis anzustreben, wie sie mitteilt. Das Bundesamt für Sozialversicherung (BSV) teile die Auffassung der EFK, dass die bestehenden Ungleichheiten materiell nicht mehr überzeugend begründet werden könnten. Wann der Zeitpunkt für einen politischen Vorstoss opportun sei, bleibe dem BSV überlassen.
Die Bauernfamilien mit ihren landwirtschaftlichen Arbeitskräften hätten aktuell ein tiefes Einkommen und würden mit der Umstellung um rund 100 Millionen zusätzlich belastet, schreibt der Schweizer Bauernverband (SBV) in einer Medienmitteilung. Das Thema sei im Parlament bereits mehrfach diskutiert und immer verworfen worden. Da sich an der Ausgangslage nichts geändert habe, sehe der SBV auch jetzt keinen Handlungsbedarf. Eine soziale Komponente habe in der Agrarpolitik nach wie vor ihre Berechtigung.