Fusionspläne für Grossgemeinde in den Freibergen geplatzt

Die Fusion von 13 Gemeinden in den Freibergen ist gescheitert. Elf Gemeinden haben dem Zusammenschluss eine Abfuhr erteilt. Die Stimmbeteiligung war sehr hoch: 74,4 Prozent der Berechtigten gingen an die Urnen. In einigen Dörfern gab es über 80 Prozent Nein-Stimmen.

sda |

Die Fusion von 13 Gemeinden in den Freibergen ist gescheitert. Elf Gemeinden haben dem Zusammenschluss eine Abfuhr erteilt. Die Stimmbeteiligung war sehr hoch: 74,4 Prozent der Berechtigten gingen an die Urnen. In einigen Dörfern gab es über 80 Prozent Nein-Stimmen.

Nötig für einen positiven Entscheid wäre das Ja von mindestens neun gewesen. Unter den Ja-Gemeinden hätten zudem mindestens drei der vier Gemeinden mit über 1000 Einwohnern sein müssen. Geplant war eine Grossgemeinde mit etwa 10’000 Einwohnern. Der Zusammenschluss hätte im Januar 2013 umgesetzt werden sollen.

Vier grösste Gemeinden sagten Nein

Die vier grössten beteiligten Gemeinden - Saignelégier, Le Noirmont, Les Bois und Les Breuleux - lehnten das Projekt ab. Am grössten war der mit 89,3 Prozent der Nein-Anteil in Muriaux. Einzig Saint-Brais und Soubey hätten die Fusion gewollt.

Das derart deutliche Nein überraschte die Befürworter der Fusion. Möglicherweise hätten sie die Verbundenheit der Freiberger mit ihren Gemeinden unterschätzt und ebenso die Zeit, die die Menschen gebraucht hätten, um sich mit der Vorlage zu identifizieren, räumten sie nach der Abstimmung ein.

Die Gegner hielten die aktuelle Situation für befriedigend. Sie waren zudem der Ansicht, dass das Projekt zu rasch vorangetrieben worden sei. Ausserdem hätten die Verantwortlichen es versäumt, vor der Abstimmung die betroffenen Menschen zu konsultieren.

Leidenschaftlicher Abstimmungskampf

Die Gegner hatten zudem einen Identitätsverlust geltend gemacht und argumentiert, dass mit einer Fusion keine bürgernahe Verwaltung mehr geben werde. Der Abstimmungskampf wurde leidenschaftlich geführt: Mehrmals wurden Abstimmungsplakate zerrissen, und die Leserbriefspalten der lokalen Zeitungen füllten sich.

Dass die Abstimmung die Menschen beschäftigte, zeigte sich auch  inder aussergewöhnlich hohen Stimmbeteiligung von im Mittel 74,4 Prozent. Den Höchstwert verzeichnete Les Enfers mit 94,8 Prozent, danach folgte La Chaux-des-Breuleux mit 93,4 Prozent.

Erfolg hatte am Sonntag aber ein anderes Fusionsvorhaben im Kanton Jura: Im Bezirk Pruntrut stimmten die Einwohner von Fontenais und Bressaucourt am Sonntag deutlich für einen Zusammenschluss ihrer Gemeinden.

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