Hahn darf nicht immer krähen

Ein krähfreudiger Hahn muss sich in einer Zürcher Gemeinde an einen «Kikeriki»-Stundenplan halten. Die Hennen hingegen dürfen gackern, wann immer sie wollen, und das Hühnerhaus muss nicht abgebrochen werden, obwohl die Baubewilligung nicht fristgerecht vorlag.

Ein krähfreudiger Hahn muss sich in einer Zürcher Gemeinde an einen «Kikeriki»-Stundenplan halten. Die Hennen hingegen dürfen gackern, wann immer sie wollen, und das Hühnerhaus muss nicht abgebrochen werden, obwohl die Baubewilligung nicht fristgerecht vorlag.

Zu diesem Schluss kommt das Baurekursgericht des Kantons Zürich. Das Urteil liegt der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor. Die «NZZ» hat am Montag darüber berichtet.

In Wohnzone

Gehalten werden die zehn Hühner und der Hahn in einer «von Einfamilienhäusern mit grosszügigem Umschwung geprägten Umgebung». In dieser Wohnzone ist laut Gericht das hobbymässige Halten der Tiere erlaubt.

Ihr Stall befindet sich in einem freistehenden Garagengebäude mit anschliessendem Freilaufgehege. Die Baubewilligung für das Hühnerhaus wurde teilweise erst nachträglich erteilt, ein Abbruch steht jedoch nicht zur Diskussion. Darauf hatten einige Nachbarn mit ihrem Gang ans Gericht gehofft - und dass dem Hahn das Krähen untersagt wird.

8 bis 22 Uhr "Krähfenster"

Im letzten Punkt kam ihnen das Gericht etwas entgegen. Der Hahn muss sich im Freien an einen Stundenplan halten - und das Häuschen muss «genügend schallisoliert» werden. Der Hahn darf werktags ab 8 Uhr und sonntags ab 9 Uhr jeweils bis 22 Uhr im Freien herumkrähen. In der übrigen Zeit ist er laut Urteil «in einem abgedunkelten Stall zu halten».

Die Nachbarn hatten vorgebracht, der Hahn habe an manchen Tagen 14,5 Mal pro Stunde gekräht, bisweilen gar bis 44 Mal. Ein Kläger hat mit einer App durch sein Küchenfenster in rund 15 Metern Entfernung einen Lärmwert von 84 Dezibel gemessen. Für das Gericht ist klar, dass die Haltung von «Hühnern und insbesondere von Hähnen naturgemäss zu Immissionen führt». Die Tiere erzeugen «durch Gackern und Krähen Lärm und produzieren Mist, der auch bei regelmässiger Abfuhr für eine gewisse Zeit gelagert werden muss».

Gegen Geruchsemissionen hatten die Nachbarn gar nicht geklagt. Der Gang ans Gericht kostet sie 5200 Franken.

Kommentare (8)

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  • Hahn | 23.07.2021
    Keine Scheinwerfer anstellen
    Ich meine ernsthaft Leute die denken Hähne darfen nicht krähen sind bescheuert ???? hoffnungslos
    • Hahn | 23.07.2021
      Ich meine hoffnungslos
  • Hahn | 23.07.2021
    Ich weiss nicht was ihr habt!
    Hähne darfen Krähen wie Katzen maunzten oder Stinktiere stinken. Befehl mal den Vögel im Garten aufzuhören zu zwitschern oder den Autos zu brummeln oder noch besser gehe in Wald und sag hei Bärchen hör auf zu brüllen. Baut zuerst dicke Beton Wände um jede Autobahn und und entsorgt alle Sport Autos die dreimal so fiel Lärm machen als nötigen. Macht Gesetze das alle Firmen die bz Plastik produzieren alle Luft filtern bevor sie sie raus lassen und in der Nacht…
  • Daniel Ebnöther | 01.06.2021
    Seid ihr dabei schon weiter gekommen?
    Wir haben das selbe Problem, Gestank und Lärm, 5 Meter neben unserem Sitzplatz und Haus...
    Und wir haben immer Westwind zu 95% und die Hühner sind westlich von uns...
  • Agnes wolters | 29.03.2021
    Wohin soll das noch führen, wenn die Tiere nicht mehr artgerecht leben dürfen?!
    Traurig!
    Solche Menschen kommen wahrscheinlich erst zur Vernunft, wenn der letzte vogel zu zwitschern aufhört u die letzten Pflanzen dem Beton gewichen sind
    • Alex | 21.04.2021
      Warum soll man sich denn so was gefallen lassen? Geht's noch? Unser Haus steht hier seit 16 Jahren.... Seit ca. 2 Jahren haben wir Nachbarn die einfach so mir nichts dir nichts ca. 30 Hühner im Garten halten in einem viel zu kleinen Gehege. Das Vieh macht den ganzen Tag Krach und stinkt. Morgens ab 5 Uhr Bus spät am Abend werden wir durch die Hühner belästigt.
  • Dieter Prehn | 26.03.2021
    Gebt den Tieren ihre Freiheit zurück und lasst sie Krähen. Macht bitte auch bei einer Oblinepetition mit, die von Inka Bause von Bauer sucht Frau unterstützt wird. In Frankreich wurde im Januar 2021 die ländlichen Geräusche unter Schutz gestellt.

    https://openpetition.de/!hahn
    • Peter | 24.08.2021
      Wenn du von Freiheit sprichst, meinst du das Gehege in dem sie leben? Hühner und Hähne gehören nicht in ein kleines Gehege in einem Wohnquartier. Die gehören auf einen Bauernhof, wo sie grosszügigen Freiraum haben.

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