Der Walliser Hanfbauer Bernard Rappaz hat am Montag sein Buch «Pionnier» veröffentlicht. Das Buch erzählt von seinem bewegten Leben und seinem Kampf für die Legalisierung von Cannabis. Das Werk entstand grösstenteils im Gefängnis.
Er habe das Bedürfnis, einmal selber über sich zu sprechen, nachdem die Medien so viel über ihn geschrieben hätten, sagte Rappaz am Montag in Lausanne. Das Schreiben sei im Gefängnis wie eine Form der Flucht gewesen, fügte er an.
Der mittlerweile 60-jährige Walliser ist nach wie vor überzeugt, dass Hanf in der Schweiz liberalisiert wird. Man sei auf dem Weg zu einem geregelten Markt. Auch die Vereinigten Staaten befänden sich gerade im Wandel.
Rappaz verbüsst eine Gefängnisstrafe von fünf Jahren und acht Monaten wegen Handels mit Hanf. Er befindet sich in Halbgefangenschaft und schläft nicht mehr im Gefängnis, seit er die Hälfte der Strafe abgesessen hat. Rappaz wurde schweizweit wegen mehreren Hungerstreiks bekannt.